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Wer will Pate im Festtagswald werden?

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Der Boden wird mit einem Bohrer für die neuen Bäume präpariert. © Red

Wehrheim (inf). Einige sind es bereits, deutlich mehr sollen es noch werden: Die Rede ist von Baum-Paten des künftigen Wehrheimer Festtagswaldes, der in Pfaffenwiesbach entstehen soll. 140 Bäume sind auf der Fläche mittlerweile gepflanzt worden, für knapp 70 haben sich in der Zwischenzeit Patenschaften gefunden - »die meistens für Familienmitglieder oder Enkelkinder abgeschlossen wurden«, sagt Revierförster Björn Neugebauer.

Eine passende Investition für die Zukunft, denn die kleinen Kirschen, Esskastanien, Spitzahorne und Elsbeeren müssen in den kommenden Jahren zunächst einmal eins tun: wachsen. Doch es passen noch deutlich mehr Bäume auf die vorgesehene Fläche. »Hier bekommen wir bestimmt noch 200 bis 250 Bäume unter«, ist sich der Förster sicher. Und das ergibt ebenso viele Patenschaften, die noch auf entsprechende Adoptanten warten.

Diese Aufforstung hat der Wehrheimer Wald bitter nötig. »Das, was der Borkenkäfer nicht erledigt hat, haben nun die Stürme gemacht«, erklärt der Revierförster.

Futter für Wildbienen

Über 1000 Bäume sind in den letzten Sturmtagen umgefallen. »Doch das ganze Ausmaß kennen wir noch gar nicht, da wird noch eine Menge dazukommen.« Durch die Trockenheit der vergangenen Jahre hätten beispielsweise die Wurzeln zahlreicher Buchen Schaden genommen. »Die Wurzelteller von solch großen Bäumen mit einem Stammdurchmesser zwischen 70 bis 80 Zentimetern sind massiv geschrumpft, viele Feinwurzeln sind abgestorben. Das hat eine Unterbrechung der Kapillaren verursacht. So haben die Bäume auch das feuchte Wetter des letzten Jahres nicht mehr abfedern können. Darum sind zahlreiche Bäume während der Stürme umgekippt«, erklärt Neugebauer.

Die künftigen Bäume des Festtagswaldes seien, im Gegensatz zu Fichten, aber auch den immer mehr Not leidenden Buchen, gut an das sich verändernde Klima angepasst. Trotzdem setzt die Försterei in großen Teilen des Forstes auch auf Naturverjüngung - und die hängt davon ab, welche Bäume am Standort bereits vorhanden sind.

Bäume wie die Kirsche haben übrigens einen entscheidenden Vorteil: Sie blühen, was im Wald eigentlich ein recht seltenes Phänomen ist. Damit sind sie eine Futterquelle für Wildbienen und darum umso wichtiger.

50 Euro kostet eine solche Patenschaft. Darin inbegriffen ist der Baum selbst (den man sich übrigens aus den vier obengenannten Arten selbst aussuchen kann) seine Pflanzung, die anschließende Hege und Pflege sowie eine Urkunde, die der Baum-Pate schließlich überreicht bekommt. Schließlich erhält jeder Adoptant eine Nummer, anhand derer er seinen eigenen Baum erkennen kann. Wer gerne eine Baumpatenschaft übernehmen möchte, kann sich per E-Mail an bjoern.neugebauer@forst.hessen.de wenden. Bei der Beantragung sollte auf jeden Fall in der E-Mail auch der Name des künftigen Paten stehen, sonst weiß die Verwaltung nicht, wem der Baum zugeordnet werden soll.

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