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Walken ist ein guter Einstieg in die sportliche Fitness.

Die richtige Ausrüstung macht’s

So werden Walking und Laufen z um Vergnügen

Der Seulberger Silvesterlauf ist eine Institution und nicht mehr wegzudenken. Das Jahr sportlich ausklingen lassen ohne Zeitdruck und Wettkampfgedanken, lautet dabei die Devise. Ob professionelle Läufer oder einfach Menschen, die Spaß am Sport haben, willkommen ist jeder. Wer jetzt Lust hat, dass neue Jahr sportlich zu beginnen und auf seine guten Neujahrsvorsätze auch Taten folgen lassen will, der macht mit folgenden Tipps der Profis alles richtig.

Beim 11. Seulberger Silvesterlauf ist es vor allem der familiäre Gedanke, der die Teilnehmer dazu bewegt, immer wieder mitzulaufen. „Wir haben 2005 mit nur 14 Leuten angefangen“, erinnert sich Klaus Höhn, Abteilungsleiter Outdoor-Fitness des TV Seulberg: „Und nun laufen seit Jahren immer mehr Menschen mit. Diesmal sind wir rund 100.“

Viele seien alte Bekannte aus den hiesigen Sportvereinen und vom Köpperner Hundeverein. „Auch die Vierbeiner haben immer Spaß, mit durch den Wald zu laufen“, freut er sich über die positive Resonanz. Zwischen zwei Varianten wählen die Teilnehmer selbst aus: Entweder eine Runde à fünf Kilometer oder zwei Runden à zehn.

„Im Schnitt sind die Schnellsten nach etwa einer halben Stunde wieder hier. Die Walker brauchen meist eineinhalb“, fasst Höhn zusammen.

Auch das Alter variiert bei den Läufern: „Die ältesten sind so um die 80, die jüngsten um die zwölf Jahre alt.“ Im Anschluss an den sportlichen Jahresausklang feiert die große Gruppe noch zusammen bei Selbstgebackenem in der Sporthalle. Für Klaus Höhn ist schon jetzt sicher: „Nächstes Jahr treffen wir uns beim 12. Silvesterlauf alle wieder.“

Egal, ob Walken oder Joggen: Wer mit dem Laufsport beginnt, sollte immer gewisse Dinge beachten, sonst kann es passieren, dass der Körper Schaden nimmt, statt zu profitieren. Klaus Höhn und sein Stellvertreter Klaus Warmuth wissen, worauf es ankommt, und verraten es den TZ-Lesern.

„Wer mit dem Laufen beginnen möchte, der sollte zunächst langsam starten“, rät Klaus Warmuth. Eine gute Alternative zum Joggen sei erstmal das Walken. „Es gibt keine Tempovorgabe oder ähnliches. Die Menschen sollten einfach auf ihr Bauchgefühl hören.“

Gerade im Winter oder Hochsommer ist es entscheidend, sich passend zu kleiden. „Leichte Kleidung und Funktionskleidung sind eine gute Investition“, betont Klaus Höhn. Dabei sei es egal, ob Personen Markenkleidung kaufen oder zum Ausprobieren die kostengünstigere Variante wählen. „Die Kleidung sollte den Schweiß aufnehmen. Baumwolle ist da eher schlecht“, so Höhn. „Man sollte sich nach dem Zwiebelprinzip kleiden, so dass man sich bei Bedarf ausziehen kann“, ergänzt Warmuth.

Wenn es um das Thema Schuhe geht, sind sich die beiden einig: Hier darf nicht gespart werden. „Bei Schuhen sollte man ruhig etwas mehr ausgeben. Denn die Füße werden beim Laufen stark belastet“, empfehlen sie. Beim Einkauf sollte daher, laut Höhn, auf die Dämpfung geachtet werden. Warmuth rät bei Fußproblemen, vorab einen Orthopäden aufzusuchen und sich beraten zu lassen, wie der Laufschuh ausgestattet sein sollte. „Meist erstellt der Arzt auch ein Bild davon, wie man selbst läuft“, erklärt er.

„Manch einer läuft lieber alleine – möchte einfach seine Ruhe haben“, berichtet Höhn und ergänzt: „Ein anderer will den inneren Schweinehund überwinden und trifft sich jede Woche mit einer Laufgruppe.“ Ein Richtig oder Falsch gebe es nicht. Was den Spaßfaktor betrifft, tendiert Warmuth zur Gruppe: „Man kann sich unterhalten und wird von den Mitläufern gefordert.“

Beim Tempo gilt: Jeder wie er kann. „Ein Anfänger hat normalerweise einen 7er Schnitt oder weniger. Das heißt, in sieben Minuten läuft er einen Kilometer“, erklärt der Abteilungsleiter. „Wenn man während des Laufens noch mit dem Nachbar sprechen kann, dann hat man ein gutes Tempo gefunden“, so sein Stellvertreter.

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