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Wie schön ist unsere Erde?

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Gottesdienst zum Kirschenfest des OGV Grävenwiesbach

Ein traditionelles Sommerfest mitten in der Natur: Alle Generationen genießen gemeinsam die grüne Idylle, pflegen gemütliches Beisammensein und erfreuen sich an Gesang, leckerer Verköstigung und allerlei Kurzweil. Das ist alljährlich das Kirschenfest des Obst- und Gartenbauverein Grävenwiesbach.

Nach zwei Jahren Corona-Pause fanden sich trotz frischer Temperaturen bereits am Sonntagmorgen rund 100 Gäste auf dem idyllischen Vereinsgelände hoch oben mit Blick auf das Wiesbachtal ein. Viele Besucher nutzten das exklusive Angebot des Vereins, im Pendelverkehr von Marco Born und Peter Pauly mit Traktor und Wagen auf die frisch gemähte Wiese am Waldrand zwischen Kirschbäume kutschiert zu werden. Den Einklang mit der Natur unterstrichen spielende Kinder im Gras, während Eltern und Großeltern in vertrauter Umgebung unter dem Vereinsdach Platz nahmen. Traditionell eröffnet wurde das Kirschenfest mit der Begrüßung durch Vereinsvorsitzenden Walter Born sowie den ökumenischen Gottesdienst mit Pfarrgemeinderat Winfried Book und Lektorin Carola Obeth.

"Wie schön ist unsere Erde? Wie schön ist unser Schießberg?" Mit diesen Worten erinnerte Book die Besucherinnen und Besucher nach zwei Jahren Pandemie-Pause daran, Danke zu sagen dafür, dass Feiern im Freien wieder möglich sind. Das Kirschenfest sei auch ein Dankesfest, denn es sei das Ergebnis einer guten oder schlechten Ernte, das Ergebnis auch von viel ehrenamtlicher Arbeit auf dem naturnah gepflegten Gelände.

Seit 100 Jahren sorgt der Obst- und Gartenbauverein dafür, dass auf dem rund zwei Hektar großen Gelände zunächst nur Kirschbäume - mitttlerweile 180 an der Zahl - seit 1995 dann auch Apfelbäume wachsen und vom Verein naturnah, das heißt ohne Spritzmittel, gepflegt werden.

Dank dafür, wieder feiern zu dürfen

Lektorin Obeth wählte mit Blick auf gute und schlechte Ernten die Geschichte des Schäfers, der auf die Frage nach dem richtigen Wetter jenes wählte, was eben kommt. Jeden Tag annehmen, wie er sei, das gelte nicht nur für den Obst- und Gartenfreund, sondern generell im Leben. Für die musikalische Unterhaltung sorgte neben dem gemeinsamen Gesang von "Danke für diesen guten Morgen" und "Geh aus mein Herz und suche Freud'" vor allem der Mittendrin-Kinderchor unter der Leitung von Obeth. Die sieben jungen Nachwuchssänger begeisterten die Gäste mit dem erfrischenden Gesang von "Mutter Erde", "Tante Trude Trippelstein" und "Nackidei".

Gerade in den letzten Jahrzehnten entwickelte sich der Obst- und Gartenbauverein mit seinen Mitgliedern zu einer Gemeinschaft der ganzen Großgemeinde. So passte es ganz gut, dass ein Mitglied in Versform noch einmal eine kurze Zeitreise zurück in die Anfänge der Gebietsreform unternahm, als der ehrenamtliche Dorfbürgermeister nach Feierabend noch die Amtsgeschäfte im Wohnzimmer erledigte. Neben einem leckeren Mittagessen genossen die Gäste auch selbst gebackenen Kuchen.

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