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Wiedersehen nach 20 Jahren

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Musik und Theater bilden einen Schwerpunkt an der Christian-Wirth-Schule, hier mit dem Stück "Der Dieb, der nicht zu schaden kam"von Dario Fo. archiv © strohmann

Ehemalige Musical-Darsteller der Christian-Wirth-Schule treffen sich

Usingen -Die Christian-Wirth-Schule (CWS) feiert heuer bekanntlich ihr 100-jähriges Bestehen, wobei dieses Jubiläum mit einer Ausstellung gewürdigt wird, die vom 11. bis 20. Juli zu sehen ist. Dass die CWS den Status eines Gymnasiums mit besonderer musikalischer Förderung hat, wurde im Februar 2002 eindrucksvoll unter Beweis gestellt.

Vor 20 Jahren feierte nämlich das Musical "Eleanor" Premiere, das in einer Gemeinschaftsarbeit von den drei Schülerinnen Ann-Carin Hahn, Ana Kohler und Jessica Wilson sowie dem Musiklehrer-Ehepaar Sabine und Torsten Hampel geschrieben worden war. Die live von der fast 50 Personen starken Schulband gespielten Stücke sind damals von Torsten Hampel und Christoph Hain komponiert worden und waren zwischen Pop und Rock angesiedelt.

Aus Anlass dieses Jubiläums hat jetzt eine Wiedersehensfeier stattgefunden, zu der alle Mitwirkenden von damals eingeladen worden sind. Organisiert worden ist sie von Johannes Pudelko, der damals Regie geführt hat (Co-Regisseur war Andreas Dzemski), und Ann-Catrin Hahn-Köding. "Eleanor" war im Jahr 2002 bereits das dritte Musical, das an der CWS zur Aufführung gekommen ist. Die Titelperson des im Mittelalter spielenden Stücks ist Eleonore von Aquitanien (dargestellt von Heidrun Höflinger), die im 12. Jahrhundert nacheinander Königin von Frankreich und England war. Sie hatte sich in einen von drei umherziehenden Troubadouren verliebt, der jedoch ein Auge auf die Zofe Charlotte geworfen hat. Außerdem versucht der Kanzler Sir Thomas, das Schicksal der Verliebten zu steuern, so dass es am Hofe und auf der Bühne zu allerlei Verwicklungen kommt.

2014 war es ein enormer Aufwand

Der Aufwand bis zu den Aufführungen, die im Juli 2014 ihre Fortsetzungen fanden, ist enorm gewesen. Ein komplettes Schuljahr dauerten die Vorbereitungen mit Casting, Einstudierung der Choreografie, Übungsabenden der Band sowie zwei Proben-Tagen in der Grävenwiesbacher Jugendherberge. Insgesamt waren rund 90 Personen beteiligt. Allein die Miete für die professionelle Tonanlage kostete inklusive Techniker 7000 Euro. Nur dank einiger Sponsoren und des Fördervereins konnten die enormen Kosten damals gestemmt werden. Die Aufführungen dauerten jeweils zweimal 50 Minuten, und die jeweils rund 500 Zuschauer in der Usinger Marstall-Halle dankten den Mitwirkenden mit langanhaltendem, prasselndem Applaus. Schon lange vor der Musical-Ära hat die Tradition des Theaterspielens an der CWS begonnen. Der Schwank "Der Teufel mit dem alten Weib" von Hans Sachs ist nachweislich bereits im Jahr 1926 anlässlich des ersten Winterfests des Schülerturnvereins in Usingen aufgeführt worden. Die "Schöne neue Welt" von Aldous Huxley, das wegen der Corona-Pandemie nur intern und ohne Publikum aufgeführt werden konnte, ist vor zwei Jahren das bislang letzte Stück der AG Darstellendes Spiel gewesen.

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