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Willkommen in Entenhausen am Wiesbach

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Walter Born und Edgar Flohr befestigen das Entenhaus auf dem Fundament im Wasser des Rückhaltebeckens. © Red

Grävenwiesbach (aro). Kreativer Artenschutz, sorgfältig geplant umgesetzt: Fünf Mitglieder des Obst- und Gartenbauvereins Grävenwiesbach (OGV) bauten am Samstag am Regenrückhaltebecken vor dem Wiesbach ein fest installiertes Entenhaus, um die Brut von Wildenten zu schützen. Der zweite Vorsitzende Peter Pauly beobachtete schon länger den Zug von Wildenten, die den kleinen Teich am Regerückhaltebecken als Nistgelegenheit und zur Aufzucht ihrer Küken nutzten.

Immer wieder registrierte Pauly den Verlust von Küken, die trotz Einzäunung des Geländes von Füchsen geholt wurden. Er entwickelte die Idee, mit dem Bau eines Entenhauses in der Mitte des Teich ähnlichen Gewässers den künftigen Nachwuchs der Wildenten wirksam zu schützen. Schnell fand Pauly Unterstützung bei OGV-Vorsitzendem Walter Born, Kassenwart Manfred Itter, sowie den Beisitzern Edgar Flohr und Herbert Himmelreich. Sie sorgten in einem knapp zweistündigen Arbeitseinsatz für die Installation der neuen Entenunterkunft.

Dank großzügiger Unterstützung von Christian Langer von der Grävenwiesbacher Gartenbau-Firma Langer wurde mit dem Kran ein vom Bauhof der Gemeinde zur Verfügung gestelltes Abwasserohr als Fundament für das Entenhaus in den Teich gesetzt. Born und Flohr stiegen beherzt mit Schutzkleidung ins eiskalte Wasser, um das kreative Fundament einzurichten.

Gartenbauer hilft mit Kran

Per Kran wurde das von Peter Pauly selbst gebaute Entenhaus an seinen künftigen Platz oben auf dem Kanalrohr installiert. Zahlreiche Spaziergänger nahmen interessiert die erfolgreiche Tierschutz-Maßnahme in Augenschein. So warten viele Grävenwiesbacher gespannt auf den nächsten Zug von Wildenten und die Besetzung des neuen Quartiers mitten im Wasser.

Neben dem spontanen Einsatz für Artenschutz plant der Obst- und Gartenbauverein Grävenwiesbach derzeit sein Outdoor-Jahresprogramm. Anfang März soll der erste Baumschnittkurs starten. Für den ersten Mai-Sonntag ist die Blütenwanderung terminiert. Das traditionelle Kirschenfest auf dem Schießberg muss voraussichtlich um eine Woche verschoben werden, weil am ersten Juli-Sonntag das Jubiläum 50 Jahre Großgemeinde Grävenwiesbach gefeiert werden soll. Für die zweite Jahreshälfte plant der Obst- und Gartenbauverein wieder seine traditionelle Herbsttour. Darüber hinaus finden auf dem Vereinsgelände am Schießberg neue Baumpflanzungen sowie die regelmäßigen Pflegemaßnahmen statt.

»Wir sind glücklich, dass nach zwei Jahren Pandemie unsere Mitgliederzahlen stabil geblieben sind«, sagt der OGV-Vorsitzenden Walter Born. Der Verein blickt daher voller Zuversicht in die Zukunft - und natürlich gespannt auf Entenhausen am Wiesbach, wo künftig die Wildenten sicher vor dem Fuchs ihren Nachwuchs aufwachsen lassen sollen.

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