Trotz Dieben

Am Windpark geht's voran

Trotz einiger Rückschläge geht der Bau am neuen Windpark in Grävenwiesbach voran.

Grävenwiesbach-Der Bau am neuen Windpark in Grävenwiesbach geht mit großen Schritten voran, trotz einiger Rückschläge. Denn nachdem bereits am 14. Januar unbekannte Diebe rund 100 Meter hochwertige Kupferkabel gestohlen hatten, schlugen sie kurz darauf erneut zu.

Wie die Polizei gestern mitteilte, schlichen sich zwischen Dienstag vergangener und Dienstag dieser Woche erneut Kriminelle auf das Gelände des an der Landesstraße 3055 zwischen Grävenwiesbach und Waldsolms gelegenen Windparks, um bereits verlegte Kupferkabel zu entwenden. Dabei wurden auch andere Bauteile beschädigt.

Der Wert der Kabel mit einer Gesamtlänge von rund 200 Metern beläuft sich auf mehrere Tausend Euro. Zum Abtransport des insgesamt etwa eine halbe Tonne schweren Diebesgutes wurde vermutlich ein größeres Fahrzeug genutzt. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (0 60 81) 9 20 80 bei der Ermittlungsgruppe der Polizeistation Usingen zu melden.

Am neuen Windpark der Gemeinde Grävenwiesbach, zusammen mit Hessen Forst, wird trotzdem kräftig weiter gebaut. Das erste Rad hat seine Flügel, der große Kran ist umgezogen zum nächsten Rad. Die Betontürme für alle sechs Anlagen sind bereits fertig errichtet, und es werden derzeit letzte Teile für die Montage angeliefert.

Der weithin sichtbare Großkran wird dann die Komponenten auf die Türme setzen. Dazu zählen je Anlage zwei Stahlturmteile, ein Maschinenhaus, eine Nabe und drei Rotorblätter. Für die Arbeiten sind je Anlage sechs Tage kalkuliert.

Die Inbetriebnahme wird wie geplant im März erfolgen. Dann wird der Windpark Siegfriedeiche pro Jahr rund 40 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Das entspricht dem jährlichen Bedarf von 13 000 Haushalten, wie Silvia Augustin als Sprecherin der Projektfirma Windwärts sagt. bur

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