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Windpark-Projekt auf dem Winterstein im Aufwind

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Wehrheim (red). Die Friedberger Stadtverordneten haben grünes Licht für die Planung eines Windpark-Layouts gegeben. Das »Bündnis Windpark Winterstein« begrüßt dies und fordert nun »Bürgerbeteiligung durch Rendite und Strombezug«. Das beharrliche Engagement habe sich gelohnt, teilt das »Bündnis Windpark Winterstein« mit. »Wir brauchen gerade in Hessen einen deutlichen Ausbau der Windenergie für den Ausstieg aus der Kohle und für den Klimaschutz.

Ein Windpark auf dem Winterstein ist dazu ein wichtiger Beitrag«, heißt es in einer Pressemitteilung. Ober-Mörlen werde voraussichtlich am 3. März entscheiden; Wehrheim, das bisher abseits stehe, habe auch später die Chance, sich zu beteiligen.

Wehrheim könnte noch einsteigen

Der Windpark soll auf einem Waldgelände entstehen, dass auf Gemeindegebiet von Friedberg. Rosbach, Ober-Mörlen und Wehrheim liegt, auch Bund und Land haben dort Wald. Erfreulich sei, dass Bundes- und Landesforst Ausschreibungen für Windenergieanlagen in Aussicht gestellt haben und immer mehr Investoren Interesse zeigten, schreibt das Bündnis. »Für uns ist eine gemeinsame Planung unter Einbeziehung aller Eigentümer, Kommunen und der Bürgerschaft von zentraler Bedeutung«, sagt Sprecher Hans-Dieter Wagner. »Ziel muss ein energetisch optimierter Gesamtplan sein.« Windenergie soll bei Aufforstung helfen. Positiv werden seitens des Bündnisses die Neuregelungen der Bundesregierung zur Flugsicherung beurteilt, »nach denen keine Baubedenken für Windkraftanlagen auf dem Winterstein mehr bestehen«, so Sprecher Diethardt Stamm. Von der 414 Hektar umfassenden Gesamtfläche würden maximal zehn Hektar von Windrädern beansprucht, am besten auf den durch Klimawandel geschädigten Waldflächen. Über 400 Hektar würden als Natur- und Erholungsraum verbleiben. Zentrales Ziel des Bündnisses ist die Bürgerbeteiligung. Dr. Werner Neumann vom BUND-Kreisverband Wetterau: »Wer einen Strombezug vom Winterstein oder einen Geldbezug von einer Anlage erhält, wird auch einen guten Bezug zum Projekt haben.« Neben Renditen aus direkten Investitionen von Bürgern und Kommunen soll es für Anwohner im Umkreis des Windparks auch möglich sein, den Strom zum günstigeren Tarif zu erhalten. Derzeit treibe der Kohlestrom die Preise hoch. »Mit mehr Wind- und Solarstrom wird Strom wieder preiswerter.« Zudem können Kommunen aufgrund von Gesetzen rund 25 000 Euro im Jahr pro Anlage erhalten. Pachteinnahmen von Hessenforst würden teils an Kommunen weitergegeben. »Unser Ziel ist daher nicht nur Akzeptanz, sondern auch konkrete Bürgerbeteiligung.« Das Bündnis bereitet dazu Angebote mit dem Landesnetzwerk der Energiegenossenschaften vor, damit die Anlagen auf dem Winterstein zu Bürgerenergieanlagen werden.

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