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Wenn Schnee liegt, fahren die Busse häufiger als auf dem Fahrplan angegeben.

Öffentlicher Verkehr

Hochtaunus: Winterbus soll Entlastung bringen

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Wenn der erste Schnee fällt, zieht es vor allem an den Wochenenden wieder zahlreiche Ausflügler zum Rodeln und Wandern auf den Großen Feldberg.

Wenn der erste Schnee fällt, zieht es vor allem an den Wochenenden wieder zahlreiche Ausflügler zum Rodeln und Wandern auf den Großen Feldberg. Da viele Besucher mit dem Auto den Gipfel ansteuern und die Zahl der Parkplätze dort begrenzt ist, ist bei Bilderbuchwetter das Verkehrschaos vorprogrammiert. Und so werden auch in diesem Jahr wieder die Park-Warnungen durch da Radio verkündet und manche Blechkarosse mitten im Wald abgestellt. Doch es gibt eine Lösung: Der Rhein-Main-Verkehrsverbund (RMV) und die Verkehrsgesellschaft Hochtaunus (VHT) setzen „Winterbusse“ ein. Dabei handelt es sich um die Fahrzeuge der Feldberg-Linie 57. Diese fahren bei guter Schneelage häufiger als sonst ab der Haltestelle Oberursel-Hohemark und vom Königsteiner Bahnhof aus zum Gipfel.

Wie Andrea Herzig, Pressesprecherin des Hochtaunuskreises, mitteilt fährt der Winterbus laut Fahrplan. Sie kündigt an: „Der VHT ändert die Taktung nach Wetterlage. Sprich, ist viel Schnee und die Massen strömen an einem Wochenende auf den Feldberg, fährt der Bus häufiger und/oder die bestehenden Fahrten werden auch mal mit zwei Fahrzeugen gefahren.“

Ob die Winterbusse eingesetzt werden, kann man im Internet auf der Webseite des VHT oder über die App des RMV erfahren. Wie in den Vorjahren gilt: Die Busse können nur bei ausreichend guten Straßenverhältnissen verkehren. Es kann zu Fahrtausfällen kommen. Nicht mehr zur Verfügung steht der Shuttle-Bus rund um den Feldberg. Der Bus war laut Herzig als zeitlich befristetes Pilotprojekt geplant und wurde nach einer Versuchsphase von einem Jahr bereits im April wieder eingestellt. „Das erwünschte Zielpublikum hat den Bus leider nicht angenommen, sprich genutzt, um seine Fahrzeuge wie erhofft an entfernteren Parkplätzen zu parken, um dann mit dem Bus bequem via acht Haltestellen an touristische Ziele rund um das Feldbergplateau zu gelangen“, berichtet die Pressesprecherin. Der Einsatz des Shuttles sei so auf Dauer wirtschaftlich nicht darstellbar gewesen.

„Mit dem Shuttle wollten die Projekt-Partner (VHT, der Kreis, die Gemeinde Schmitten und der Naturpark Taunus) Anfragen nach einem solchen Angebot begegnen“, erläutert Herzig. Andererseits sei immer klar gewesen, dass erst einmal getestet werden müsse, ob das Angebot auch angenommen wird. „Die Projektpartner bedauern, dass der Shuttle-Bus nicht mehr fahren kann“, teilt die Pressesprecherin mit. Aber wenn kein Bedarf vorhanden ist, muss eben auch nichts „gestillt“ werden.

(evk)

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