„Wir sind Mainzer“

Die Teilnahme am Mainzer Rosenmontagszug ist für die Historische Festungsgarde so etwas wie ein vorgezogenes Geschenk zum runden Geburtstag.

Die Teilnahme am Mainzer Rosenmontagszug ist für die Historische Festungsgarde so etwas wie ein vorgezogenes Geschenk zum runden Geburtstag. Im kommenden Jahr nämlich feiert die Truppe ihren 30. Geburtstag.

Heinz Eichhorn, Michael Pfaff und weitere Mitglieder der damals noch unter Narrenzunft firmierenden „Plasterschisser“ hoben die Garde 1988 aus der Taufe.

Ziel der Gründung, so ist es der Plaschi-Homepage zu entnehmen, sollte es in erster Linie sein, den Verein zu repräsentieren. Zudem sollte die Garde als Aushängeschild für die Stadt Königstein dienen.

Die originalgetreuen Uniformen der Historischen Festungsgarde stellen Uniformen der kurmainzischen Armee aus der Mitte des 18. Jahrhunderts dar. Die Gardisten tragen die Uniform eines Infanteristen und die Offiziere die eines Artilleristen. Diese Uniformen wurden nach eingehenden Recherchen im Mainzer Stadtarchiv von Rolf Krönke aufgespürt und die Fertigung in Auftrag gegeben.

Die kurmainzische Armee bestand aus insgesamt 3000 Mann und sollte ein Gebiet im westlichen und mittleren Teil des Deutschen Reiches von Mainz bis Aschaffenburg sowie Erfurt und Duderstadt verteidigen. Wenn die Armee auch eine kleine war, so waren doch alle Mann Berufssoldaten und ihrem geistlichen Herren auf Lebenszeit verpflichtet.

In Mainz wird die Garde mit 15 Mitgliedern vertreten sein. Dazu kommen dann noch Unterstützer von den Plaschis und vom Burgverein, wodurch die Königsteiner Delegation auf rund 30 Köpfe wächst. Eine beachtliche Zahl, die allerdings ihre Beachtlichkeit ein wenig einbüßt, wenn man sich die Zahlen ansieht, mit denen der Mainzer Rosenmontagszug in diesem Jahr insgesamt aufwartet. Durch die Stadt laufen und rollen an diesem Tag: 154 Zugnummern, 70 Musikgruppen, 2 328 Musiker, 120 Reiter, 32 Zugpferde, 165 närrische Wagen, 149 Traktoren und Zugmaschinen, 92 Fahnen und Schwellkoppträger und 9 539 Teilnehmer. Zudem werden rund 500 000 Zuschauer erwartet.

Übrigens: Wer Interesse hat, bei der Garde mitzumachen und mindestens 16 Jahre alt ist, meldet sich per E-Mail bei festungsgarde@plaschi.de. sj

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