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Ziel: Neue Aktive gewinnen

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"Feuerfüchse Lauken" für den Nachwuchs gegründet

Weilrod -Die 33. Kinderfeuerwehr im Hochtaunuskreis wurde am Samstag in Niederlauken aus der Taufe gehoben. "Das ist die einzige Möglichkeit, Aktive für die Feuerwehr zu gewinnen", sagte Landrat Ulrich Krebs und dankte der Vorbereitungsgruppe. Denn seit September vergangenen Jahres waren Vanessa Stolze, Susanne Seel, Nicole und Lars Pauly, Eva-Maria Uhrig, Mirja Niederhäuser und Steffen Gröger dabei, die "Feuerfüchse Lauken" vorzubereiten.

"Wir haben geplant, Ideen entwickelt, das Logo entworfen", sagte Stolze bei der Begrüßung der Gäste im Dorfgemeinschaftshaus von Niederlauken. Wehrführer Jens Becker freute sich, dass mit dem bewährten Partner in der Jugendarbeit, der Freiwilligen Feuerwehr Oberlauken, auch hierbei zusammengearbeitet werde. Und so wurden zehn Kinder aus beiden Weilroder Ortsteilen feierlich mit Urkunde und T-Shirt in die Feuerfüchse aufgenommen. Zur Gründung hinterließen alle Kinder und die Mitglieder der Planungsgruppe auf einer Leinwand mit dem Feuerfuchs-Logo ihre farbigen Handabdrücke.

Alle zwei Wochen für Kinder ab sechs

Freitags alle zwei Wochen werden die Kinder ab sechs Jahren nun spielerisch die Arbeit der Feuerwehr kennenlernen, aber auch das Absetzen von Notrufen, den richtigen Umgang mit Feuer, Erste Hilfe und anderes mehr, aber auch neue Freunde kennenlernen. Wie Norbert Fischer, Vorsitzender des Kreisfeuerwehrverbandes, betonte, seien auch andere Themen des Bevölkerungsschutzes mittlerweile sehr wichtig geworden, es müsse eine enge Verzahnung mit der Jugendfeuerwehr geben, damit nicht in beiden Gruppen dasselbe gemacht werde. Er freute sich, dass vor einigen Jahren die Möglichkeit, Kinderfeuerwehren einzurichten, im Brand- und Katastrophenschutzgesetz des Landes Hessen aufgenommen wurde: "Das ist der richtige Schritt gewesen". Es sei wichtig, die Kinder schon in diesem Alter an die Feuerwehr zu binden, da sie sich sonst andere Vereine suchten. "Das ist ein Erfolgsmodell", meint Fischer. Es gebe ungebremsten Zulauf, in manchen Orten sogar Wartelisten.

Auch Bürgermeister Götz Esser dankte der Vorbereitungsgruppe für ihr Engagement. Kathrin Weis von der Unfallkasse Hessen, bei der auch die Mädchen und Jungs der Kinderfeuerwehren versichert sind, berichtete kurz von Jubiläum "50 Jahre Schülerunfallversicherung". Schwerpunkte seien hier die Wege der Kinder zu Kindergärten und Schulen. Bei den Kinderfeuerwehren seien die Unfallzahlen sehr gering. Auch die Aktiven der 2600 Hessischen Feuerwehren sind über die Unfallkasse versichert.

Mit feurigem Drink angestoßen

Im Hochtaunuskreis gibt es etwa 2200 Feuerwehrfrauen und -männer, die in 66 Freiwilligen Feuerwehren organisiert sind. Dabei gibt es 64 Jugendwehren, davon elf in Weilrod - und nun die dritte Minifeuerwehr nach Rod an der Weil und Gemünden.

Mit einem feuerfarbenen, alkoholfreien Drink von der "Wasserentnahmestelle" an der Theke stießen alle auf die Gründung an. sng

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