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Zu Besuch im Land der Löwen

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Eine Erkenntnis der Projektwoche: Wer Liebesbriefe schreiben will, muss schreiben können, selbst wenn er ein Löwe ist. © saltenberger

Bei der Projektwoche können Grundschüler ihre Talente offenbaren

Neu-Anspach -Projektwochen an Schulen sind abwechslungsreich, und sie geben den Schülern die Gelegenheit, sich mit verschiedenen Themen zumeist mit praktischem Zugang intensiver zu befassen. Und eine weitere Komponente ist: Sie können wählen, welchem Projekt sie sich anschließen.

Das offenbart Interessen, und manche erweisen sich dabei als sportlicher Typ, andere als Feinschmecker oder vielleicht als darstellerisches Talent.

Warum wer was an der Neu-Anspacher Grundschule "Am Hasenberg" wählte, dazu gab eine Tafel Auskunft: "Weil Basketball mir Spaß macht", "Weil ich mit meinen Freunden gerne Basketball spiele", oder: "Weil echte Spieler kommen", hatten dort Schüler einige ihrer Motive hinterlassen. Echte Spieler, damit waren Profispieler der Fraport Skyliners gemeint, die ein zusätzlicher Motivationsschub für die Nachwuchssportler waren. Aber zum Spaß gehörte auch das Lernen - sowohl was die technische, als auch was die theoretische Seite betraf.

Ein Dessert mit Früchten zu verspeisen, macht sicherlich auch Spaß, aber vor dem Vergnügen stand erst einmal die Lektion, kochen beziehungsweise eine Speise zubereiten zu können. Auch dem Projekt "Fit für die Küche" schlossen sich auffallend viel Schüler an, wobei die Betonung diesmal auf den Jungs lag.

Eine klare Rollenverteilung dagegen gab es im Land, wo die Löwen zu Hause sind. Er, der Löwe, hatte ein Auge auf sie, die Löwin, geworfen, und seine Gefühle wollte er ihr in einem Brief gestehen. Dumm nur, wenn man nicht schreiben kann und deshalb Hilfe bei anderen Tieren suchen muss, diese aber ihre eigenen Vorstellungen vom Inhalt eines Liebesbriefs niederschreiben. Was lernt man daraus: Wer schreiben kann, ist klar im Vorteil.

Generell ist es ein Vorteil, Kompetenzen zu haben. Bei den Projekttagen sind es aber eher die "Soft Skills", die zum Zuge kommen, und dazu gehören die musischen und kreativen Kompetenzen. Auch diesen wurde jeweils viel Raum und Entfaltungsmöglichkeiten gegeben.

Kunst im Wald beispielsweise: Aus Naturmaterialien wurden Traumfänger, Mandalas oder Schnitzereien kreiert. Textile Handarbeiten fehlten nicht, und ein sicher unverwüstliches Lieblingsthema, klischeehafterweise von Schülerinnen, sind Pferde. Wie knüpft man Knoten, damit das Pferd sich nicht selbstständig macht, auch das gehörte zu den Projektinhalten rund ums Pferd.

Was die Schüler erarbeitet hatten, konnte in den Klassen besichtigt werden, war teilweise aber auch "bühnenreif" und wurde in der Aula den Eltern und Mitschülern getrennt vorgestellt. Denn auch wenn Corona zurzeit seinen Schrecken etwas verloren zu haben scheint, wurde noch manche Regelung beibehalten, und dazu gehört das Tragen von Masken für die Eltern, die zahlreich gekommen waren.

Die Projektwoche ist nicht nur ein Konzept, Schüler auf ein Thema zu fokussieren, sondern bietet ihnen zudem die Möglichkeit, sich mit ihren Leistungen den Müttern und Vätern zu präsentieren, und das taten sie mit berechtigtem Stolz. fms

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