1. Startseite
  2. Region
  3. Hochtaunus

Zur Würdigung ein Friedrichs-Taler

Erstellt: Aktualisiert:

Kommentare

Wehrheim-Friedrichsthal (cju). Voller guter Ideen ist der Ortsbeirat Friedrichsthal. In seiner jüngsten Sitzung stellte Ortsvorsteherin Gitta Wied (SPD) drei Projekte vor: Ein »Friedrichs-Taler« soll gestaltet, die Infobroschüre über den kleinsten Ortsteil Wehrheim wieder aufgelegt und an Neubürger verteilt und die Wanderungen mit dem Ortsbeirat sollen wieder aufgegriffen werden.

Neuauflage des Grenzgangs

Tanja Kulisch-Ziemens (CDU) und Harald Stenger (FDP) vom Gemeindevorstand wollten natürlich wissen, wie das genauer aussehen könnte. Die Wanderungen mit dem Ortsbeirat fanden vor fast 20 Jahren das erste Mal statt. Damals unter der Führung von Bürgermeister Helmut Michel und Theo Odenweller ging es 2003 und 2004 als Grenzgang in der Gemarkung rund um das »Neudorf«. Als Termin wurde der dritte Sonntag im September festgelegt. Nachdem man die Grenzen in zwei Jahren durchlaufen hatte, kamen Themenschwerpunkte - der Limes beispielsweise oder die Marienkapelle und Kransberg. Einige Male konnte der Grenzgang nicht stattfinden; jetzt soll im September wieder gelaufen werden. »Wir werden bis zum Termin am 18. September noch ein Thema festlegen«, so Wied weiter.

Schokolade, Münze oder ein Kuchen?

Der »Friedrichs-Taler« könnte alles Mögliche werden. Eine Leckerei aus Schokolade, ein Kuchen oder eine Münze. »Wir stellen uns das als ein Pendant zum Bachrecht von Pfaffenwiesbach vor«, erklärte die Ortsvorsteherin. Auch hier werden noch weitere Gespräche und Ideensammeln fällig sein, bis das Ganze spruchreif ist. Denn neben der Würdigung für Verdienste von Bürgerinnen und Bürgern könnte der Taler auch bei Jubiläen wie goldener Hochzeit oder Geburtstagen übergeben werden.

Die Info-Broschüre ist ein wenig in die Jahre gekommen und soll deshalb überarbeitet werden. Leider, so Wied, wisse niemand mehr, wer die Broschüre gedruckt habe. Eine Neuauflage könnte der Ortsbeirat an Neubürger verteilen, damit diese sich besser orientieren können. Wied hatte 150 Exemplare fotokopiert, geheftet und dann verteilt.

Sie gab außerdem bekannt, dass das Dorffest am Donnerstag, 26. Mai (Christi Himmelfahrt) wieder stattfinden wird. Allerdings wird es einige Änderungen geben. So werden die Vereine nicht ihre eigenen Essens-Stände haben, sondern es wird eine zentrale Verköstigung geben. Dazukommen ein Getränkestand sowie ein Weinwagen. Das Geschirr darf aus hygienischen Gründen nur in der Spülmaschine und nicht per Hand gespült werden. Kaffee und Kuchen soll es im Bürgerhauses geben.

Kerb am ersten Juli-Wochenende

Weitere gute Nachricht, was das soziale Leben angeht: Die Kerb soll ebenfalls wieder stattfinden. Am ersten Juliwochenende wird es so weit sein. Etwas Kopfzerbrechen bereitet dem Vereinsring noch die Beschaffung eines Kerbebaums. Windwurf und Käferbefall machen es nicht ganz einfach, einen geeigneten Baum zu finden. Hilfe erwarten sich die Ausrichter von Revierförster Björn Neugebauer.

Mit in den Gemeindevorstand nahm Beigeordneter Harald Stenger die Unzufriedenheit der Friedrichsthaler über das Urnenfeld auf dem Friedhof. Der Ortsbeirat möchte, unterstützt von der Dorfgemeinschaft, die Verlegung. Derzeit, so Wied, sei nur eine Urne dort bestattet, eine Umlegung also vergleichsweise leicht. »Eine alte Frau hat zu mir gesagt, dass es würdelos sei, wenn die Menschen über das Urnenfeld laufen«, berichtete Wied.

Auch der Dauerbrenner Glascontainer am Bürgerhaus wird nochmals auf die Agenda genommen. Der Ortsbeirat wünscht sich dort eine Pflasterung, damit das Erdreich nicht verunreinigt wird und die Container nicht im Boden einsacken.

Auch interessant

Kommentare