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Zweite Kirchenvorstandswahl

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Wehrheim (sai). Bei der Gemeindeversammlung in Wehrheim am Sonntag nach dem Gottesdienst stellte Pfarrer Hans Ulrich Jox die neue Kandidierendenliste für die erneute Wahl vor. Wie bereits berichtet, muss die Kirchenvorstandswahl in der evangelischen Kirchengemeinde in allen vier Ortsteilen wiederholt werden, weil dem Einspruch beziehungsweise der Klage eines Gemeindemitglieds in Bezug auf zwei Kirchenvorstände bei der Wahl im letzten Jahr stattgegeben wurde.

Auch wenn dies für die Gemeinde viel Mehrarbeit, -kosten und -aufwand bedeute, sei es gut, dass es diese Möglichkeit in einem Rechtsstaat gebe, hatten mehrfach sowohl amtierender Kirchenvorstand Wolfgang Patommel als auch die beiden Pfarrer Jox und Matthias Laux betont.

16 Ämter sind zu besetzen

Insgesamt müssen 16 Kirchenvorstandsämter besetzt werden (zehn für Wehrheim, drei für Obernhain, zwei für Pfaffenwiesbach und eines für Friedrichsthal), wobei es laut KGWO (Kirchengemeindewahlordnung) wünschenswert ist, etwa ein Viertel mehr Kandidierende aufzustellen. Außerdem solle im Wahlvorschlag »auf die kirchliche, soziale und altersmäßige Zusammensetzung der Kirchengemeinde angemessene Rücksicht genommen und auf ein ausgewogenes Verhältnis von Frauen und Männern geachtet werden«, wie Jox Paragraph 6 der KGWO zitierte.

Dies sei gelungen, so Jox. »Wir freuen uns, dass wir erneut in allen vier Ortsteilen eine echte Auswahl anbieten können, denn wir haben ein Viertel mehr Kandidierende gefunden als nötig«, gab Jox bekannt und wies in diesem Zusammenhang ausdrücklich auf die besondere Situation in Friedrichsthal hin. Hier hatte es zu Beginn der Wahl im letzten Jahr zunächst gar keine Kandidierenden gegeben, sodass der damalige Benennungsausschuss Daniela Hild um eine Kandidatur gebeten hatte, obwohl sie zwischenzeitlich von Friedrichsthal nach Wehrheim umgezogen war. Genau dieser Umstand war übrigens ein Grund für das Einspruchsverfahren gewesen. Daher kandidiert Hild nun für Wehrheim, in Friedrichstahl aber konnten inzwischen sogar zwei Kandidierende gefunden werden. »Über die Aufnahme in den Wahlvorschlag entscheidet der Benennungsausschuss oder die Gemeindeversammlung«, zitierte Jox aus der KGWO.

Urnengang am 26. Juni

Da es angesichts der Zeitknappheit bis zur Wahl am 26. Juni keinen Benennungsausschuss gibt, hatte nun die Gemeindeversammlung die Möglichkeit, weitere Kandidierende vorzuschlagen und Einspruch gegen die Wahlvorschläge einzulegen. Allerdings sei ein Einspruch nur aufgrund von Formfehlern möglich, nicht etwa wegen persönlicher Antipathie einem Kandidierenden gegenüber.

Die Amtseinführung des dann neu gewählten Kirchenvorstands sei für 4. September vorgesehen, die Amtszeit betrage dann nur noch fünf Jahre, um wieder in den normalen Turnus zu kommen, erklärte Jox das weitere Vorgehen. Eine Wahl sei nur persönlich vor Ort in den kirchlichen Wahllokalen oder per Brief möglich, online diesmal nicht, sagte Jox. Auch wenn die Kandidierenden sich nur für ihren jeweiligen Ortsteil aufstellen lassen könnten, dürften die Gemeindemitglieder aber auch ortsteilübergreifend die Kandidierenden wählen.

Nachdem in der Gemeindeversammlung weder neue Kandidierendenvorschläge noch Einsprüche erhoben wurden, erklärte Jox die Kandidierendensuche für abgeschlossen. Dass sich coronabedingt sechs Kandidierende aus der Wahlliste am Sonntag nicht persönlich vorstellen konnten, sei dabei unerheblich. Jox stellte sie zumindest mit Namen, Alter, Beruf und Wohnadresse vor. Sollte es berechtigte Einwände gegen den Wahlvorschlag geben, so appellierte Jox, diese vor der Wahl vorzubringen und nicht wie beim letzten Mal erst nach vollzogener Wahl und Amtseinführung.

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