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Bauwagen Nummer zwei: Das Regenbogenland hat am Waldrand jetzt noch ein festes Dach über dem Kopf.

Waldkindergartenplatz

Zweiter Bauwagen für die Waldkinder

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Neuer Bauwagen und neuer Name. Waldfüchse statt Grashüpfer bevölkern nun den Waldkindergartenplatz am Wildschweinweg. Nach dem Umbau ist er seinen neuen Besitzern übergeben worden.

Ein schönes Plätzchen war es bisher auch schon, doch jetzt wurde es noch einmal aufgewertet. Die Rede ist von der Dependance des evangelischen Kindergartens „Regenbogenland“ linker Hand vom Wildschweinweg direkt am Waldrand.

Ein Bauwagen steht dort schon seit vielen Jahren, jetzt ist ein zweiter dazugekommen. Seit zwei Jahren trug man sich bereits mit dem Gedanken, einen zweiten Wagen anzuschaffen, denn für bis zu 25 Kinder war der alte eigentlich zu klein.

Spenden wurden gesammelt und nachdem genug zusammengekommen war, machte man sich auf die Suche nach einem neuen Gebrauchtwagen. Ein Kita-Papa recherchierte und wurde bei Hessen Mobil fündig. So wie der Wagen war, konnte er aber nicht von den Kindern übernommen werden, denn das Innere, das vielen Bauarbeitern für Frühstücks- und Mittagspausen gute Dienste geleistet hatte, musste den Bedürfnissen der Kleinen angepasst werden.

Das sollten Profis übernehmen und so wurde der Wagen erst einmal zur Firma Sorg nach Grävenwiesbach transportiert. Das Ergebnis des Ausbaus kann sich funktionell wie optisch sehen lassen: Die Wände wurden innen mit Holz verschalt, und an der Fensterseite sowie über der Eingangstür eine Ablage geschaffen, ebenfalls aus hellem Holz. Wichtigste Möbelstücke sind die Bänke und der Tisch. Beides ebenfalls aus Holz, so dass der Wagen ein einheitliches freundliches Aussehen bekam. Auch die Eltern haben noch Hand angelegt und für Verschönerungen bei der Ausstattung gesorgt.

Der neue Wagen steht dem alten direkt gegenüber und letzterer ist keineswegs überflüssig geworden. Jetzt können sich die Kinder auf beide Wagen verteilen. Die meiste Zeit sind sie allerdings draußen. An drei Tagen geht die Natur- und Waldgruppe hinaus zum Waldrand und erkundet, pädagogisch betreut von Jasmin Nagell, Mona Bodenröder und Colette Mohr, die Natur. Dazu bietet nicht zuletzt der Wildschweinweg mit seinen Stationen zahlreiche Anregungen.

Einige Stufen führen vom Feldweg zum Lagerplatz und die Stufen wurden ebenfalls mit einem Rahmenportal aus Holz neu gestaltet. Die Eltern, Großeltern und Geschwister, die zur Einweihung des Wagens gekommen waren, hatten damit eine Menge zu besichtigen, die gesamte Anlage mit samt den Neuerungen.

Nicht zur Alltags-Ausstattung gehörte allerdings der Zeltpavillon mit dem Bratwurstgrill und den heißen Getränken. Die waren zur späten Stunde am Freitagnachmittag sehr gefragt, denn es war kalt und fing auch noch an zu schneien. Vom Feiern ließ sich dennoch niemand abhalten: Mit Gesang und einem Theaterstück unterhielten die Kinder die Gäste. Das Theaterstück handelte von einem kleinen Fuchs, der lieber spielen wollte, anstatt sich auf den Winter vorzubereiten und auf seine Freunde zu hören.

Die Geschichte passte einerseits zum Wintereinbruch, war aber andererseits nicht zufällig ausgewählt worden, denn: Bisher nannte sich die Waldgruppe „Die Grashüpfer“, ab sofort nennen sie sich aber „Die Waldfüchse“ und ein Schild über dem neuen Eingang zeigt allen an, wer hier zu Hause ist.

Die Kita „Regenbogenland“, ihr festes Domizil ist im Anbau des DGH, ist eine von der evangelischen Kirchengemeinde getragene Einrichtung. Deshalb erteilte auch Pfarrerin Beate Usener-Eichner den Neuerungen ihren Segen.

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