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Deutscher Lehrerverband

Im Hochtaunuskreis fehlen Förderlehrer

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Der Deutsche Lehrerverband warnt davor, dass nach den Sommerferien nicht überall ein geordneter Schulbetrieb möglich sein könnte. Der Grund: Lehrermangel, vor allem an Grund-, Berufs- und Förderschulen. Von Letzterem ist auch der Hochtaunuskreis betroffen – wenn auch nur in geringem Maße.

Der Deutsche Lehrerverband hat starke Zweifel daran, dass nach den Sommerferien überall ein geordneter Schulbetrieb beginnt, denn: „Das Hauptproblem ist nicht gelöst. Wir haben massiven Lehrermangel, und dies trifft besonders hart Grund-, Förder- und Berufsschulen“, sagte Präsident Heinz-Peter Meidinger, vor wenigen Tagen der Neuen Osnabrücker Zeitung. Demnach helfe es wenig, „dass halb fertige Lehramtsstudenten und Quereinsteiger einspringen“. Es müssten nur Pädagogen wegen Krankheit oder Elternzeit ausfallen, „dann bricht das Kartenhaus zusammen“. Meiniger sagte zudem, es sei „untragbar“, wenn Klassen dann zusammengelegt und 30 statt 20 Kinder unterrichtet würden.

Nun, große Klassen mit über 30 Kindern, die sind auch an den Schulen des Hochtaunuskreises keine Seltenheit – etwa an Bad Homburgs größtem Gymnasium, der Humboldtschule. Aber die Lehrerversorgung ist nach Angaben von Dr. Rosemarie zur Heiden, der Leiterin des für den Hochtaunus- und den Wetteraukreis zuständigen Staatlichen Schulamtes in Friedberg, kein Problem.

Zwar weiß sie derzeit noch nicht genau, wie viele Lehrer insgesamt im kommenden Schuljahr tätig sein werden – 2016 waren es 2104. Aber: „Im Gymnasial- und auch im Realschulbereich haben wir alle Lehrer, die wir brauchen.“ Hier und da würden zurzeit noch die letzten Verträge festgezurrt, „aber alles in allem ist die Lage entspannt“.

Das gelte auch für den von Meidinger angesprochenen Grundschulbereich. „Wir sind im Hochtaunuskreis in einer glücklichen Lage. Es sieht so aus, als dass alle unsere Grundschulen im kommenden Schuljahr wieder gut versorgt sind und wir beruhigt ins neue Schuljahr starten können.“ Tatsächlich sei das aber keine Sache gewesen, „die man innerhalb von vier Wochen hinbekommt“, sondern dahinter stecke ein langwieriger Prozess. „Wir haben einfach sehr frühzeitig angefangen, Lehrer zu suchen“, sagt zur Heiden.

Weil fürs kommende Schuljahr so viele Stellen offen waren, sei man zudem in der glücklichen Lage gewesen, „gute Angebote“ zu machen, auch „Alternativen anzubieten“ und „auch viele Versetzungswünsche zu realisieren“. Lehrerstellen zu besetzen gleiche manchmal „einem Puzzlespiel“, sagt zur Heiden: „Schiebt man eines irgendwohin, tut sich an anderer Stelle vielleicht eine Lücke auf. Das muss man im Blick behalten.“

Im Blick habe das Schulamt derzeit vor allem Förderschullehrer. „Denn da haben wir durch eine Nachsteuerung des Hessischen Kultusministeriums noch zusätzlich fünf Stellen bekommen“, sagt zur Heiden und verweist darauf, dass der Hochtaunuskreis Modellregion inklusive Bildung ist und die zusätzlichen Stellen daher rührten. Aber: „Die Bewerberzahl in diesem Bereich ist momentan gering.“ Daher seien diese Stellen noch unbesetzt.

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