„Ich erlebe steigendes politisches Interesse bei den Jugendlichen“

Jens Hoffmann ist Lehrer für Politik und Wirtschaft an der Ricarda-Huch-Schule und hat die Podiumsdiskussion zur Landtagswahl an dem Dreieicher Gymnasium

Jens Hoffmann ist Lehrer für Politik und Wirtschaft an der Ricarda-Huch-Schule und hat die Podiumsdiskussion zur Landtagswahl an dem Dreieicher Gymnasium organisiert. Reporterin Nicole Jost hat mit ihm gesprochen.

Herr Hoffmann, wie kam es zu dieser hochrangig besetzten Diskussion an Ihrer Schule?

JENS HOFFMANN: Die grundsätzliche Idee kam aus den Reihen der Schüler. Noah Fremann aus der 10 a hat eine Podiumsdiskussion angeregt. Wobei es natürlich kein Novum an der Ricarda-Huch-Schule ist. Wir hatten auch bei vergangenen Landtags- und zu den Bundestagswahlen solche Diskussionsrunden bei uns. Aber wir waren tatsächlich überrascht, dass wir mit Thorsten Schäfer-Gümbel, Hartmut Honka, Tarek Al-Wazir, René Rock und Janine Wissler eine solche Elefantenrunde zusammenbekommen haben.

Was ist die Intention einer solchen Veranstaltung, bei der Schüler die Gelegenheit haben, mit den Politikern zu diskutieren?

HOFFMANN: Natürlich geht es uns um politische Bildung und darum, den Wahlkampf möglichst realistisch abzubilden. Solch ein Vormittag hier, mit dieser Realitätserfahrung, bringt so viel mehr als das Studium der Wahlprogramme. Es ist für Schüler nachhaltig beeindruckend, ins persönliche Gespräch mit den Kandidaten zu kommen. Die Jugendlichen merken hier ganz schnell, dass die Vertreter der unterschiedlichen Parteien auch durchaus sehr unterschiedliche Haltungen zu den Themen haben. Das ist gerade jetzt in der Populismus-Debatte so wichtig, wo sich die AfD als einzige Alternative zu all den anderen Parteien zu verkaufen versucht.

Wird die Podiumsdiskussion auch im Unterricht noch eine Rolle spielen, und interessieren sich Schüler überhaupt für Landtagswahlen?

HOFFMANN: Ja, alle Kollegen, die Politik unterrichten, waren heute hier dabei. Wir werden im Unterricht die unterschiedlichen politischen Haltungen weiter ausarbeiten. Ich erlebe steigendes politisches Interesse bei den Jugendlichen. Sie nehmen auch diese gesellschaftliche Spaltung und den wachsenden Populismus wahr. Umso wichtiger war auch der flammende Aufruf von Thorsten Schäfer-Gümbel an die Jugendlichen, sich für die Demokratie einzusetzen.

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