Taunus-Tour 11

Imposanter Blick auf das Quarzitwerk

Sie sind fasziniert von der Schönheit der Natur, haben eine Leidenschaft fürs Wandern und lieben die Geselligkeit: Die Mitglieder des Taunusklubs, die sich auf 24 Zweigvereine verteilen, kennen den Taunus wie kaum eine andere Gruppe. Vor 150 Jahren hatte sich der Verein gegründet – passend dazu präsentieren die passionierten Wanderer den TZ-Lesern in ihrem Jubiläum ihre 15 schönsten Touren. Im elften Serienteil geht es heute um eine Tour, die in Köppern startet.

Am Bahnhof geht es los – hier ist der Ausgangspunkt und Endpunkt der heutigen Wanderung, die uns auf eine Strecke nahe Köppern führt. Von diesem leicht zu erreichenden Startpunkt folgt man der Markierung schwarzes Dreieck bis zum „Alten Friedhof“. Nun wendet man sich nach halblinks, der Kapersburgstraße folgend auf dem Hessenweg, und stößt schon bald auf das Wanderzeichen „Hirschgeweih“. Und dann führt der Weg auch schon in den Wald. Wir halten uns links und kommen am Vereinshaus des Taunusklubs Köppern vorbei zur Landesstraße 3041.

Die Tour geht auf der anderen Straßenseite weiter und von nun an stetig leicht bergan. Zunächst ist der Weg noch asphaltiert, dann wird auf einem naturnahen Untergrund marschiert. Die Wanderer kommen jetzt an einem Hügel auf der rechten Seite vorbei. Dies war vor einigen Jahrzehnten der „

Monte Scherbelino

“ Köpperns, wie der Volksmund die ehemalige Müllhalde nennt.

Bevor wir die Höhe erreichen, liegt linker Hand die „Fuchslöcherhütte“. Der Unterstand verdankt seinen Namen der Tatsache, dass es bis Mitte des 20. Jahrhunderts dort mehrere Fuchsbauten gab. Folgerichtig wurde die Schutzhütte, die das Technische Hilfswerk 1969 dort errichtete, danach benannt.

Weiter geht’s, dem Geweih-Zeichen folgend, auf die Höhe „Graueberg“. Hier befinden wir uns nun auch auf dem Taunushöhenweg sowie dem Europäischen Fernwanderweg 3. Und jetzt sollten Wanderer unbedingt einen kleinen Abstecher nach links machen. Nach etwa 100 Metern gelangt man zu einem Aussichtspunkt mit Blick auf das große Quarzitwerk. Seit Ende 1899 wird hier Quarzit in bester Qualität abgebaut. Zurzeit wird rund 1 Million Tonnen Gestein jährlich abgeräumt, dazu werden rund 400 Lastwagen täglich beladen. Es entstehen natürlich große Lücken in der Natur, aber die Betreiber versuchen mit Renaturierungsmaßnahmen die Wunden zu heilen.

Nun geht es bergab bis man den Limeswanderweg erreicht. Diesem Weg folgend ist das nächste Ziel der Bahnhof Lochmühle. In dem dortigen Restaurant „Dionysos“ besteht eine gute Einkehrmöglichkeit. Gut gestärkt kann nun der Rückweg angegangen werden. Zudem besteht die Möglichkeit von dort den Zug zu benutzen.

Zu Fuß führt die Tour, dem Geweih-Zeichen folgend, durch die Unterführung bis zur sogenannten „Lelo-Hütte“. Die Entstehung des Namens ist kurios: Er setzt sich aus den Anfangsbuchstaben der Namen des früheren Bürgermeisters Levermann sowie des Forstrats Lotz zusammen. Ursprünglich hieß die Hütte, die zur gleichen Zeit entstand wie die „Fuchslöcherhütte“, übrigens „Dunkelseifhütte“.

Von hier aus halten wir uns links und kommen nun auf den „Pioniersweg“, der uns am Erlenbach entlang bis zum Waldkrankenhaus Köppern führt. Kurz hinter der „Pioniersbrücke“ beginnt der „Erlenbach-Erlebnis-Pfad“, der von dem Verein „Lebendiges Köppern“ errichtet wurde.

Am Bahnübergang, auf der Höhe des Waldkrankenhauses, verlassen wir Geweih-Zeichen hinter uns und marschieren den letzten Kilometer parallel zu den Eisenbahnschienen bis zum Ausgangspunkt, dem Köpperner Bahnhof.

Interessenten können sich unter der Telefonnummer (0 61 75) 77 30 an Rolf Jäger wenden.

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