Info: Vier Fragen an den Rettungsexperten

DRK-Bereitschaftsleiter Patrick Ammon nimmt zu vier Fragen Stellung, die beim Thema Hilfe im Notfall immer wieder diskutiert werden.

DRK-Bereitschaftsleiter Patrick Ammon nimmt zu vier Fragen Stellung, die beim Thema Hilfe im Notfall immer wieder diskutiert werden.

  Respekt und Wertschätzung der Arbeit von Sanitätern? Ammon: „Es ist manchen Menschen wichtiger, rechtzeitig zur Arbeit zu kommen. Da fehlt die Einsicht, dass es sich um einen dringenden Notfalleinsatz handelt. Es kam schon einmal vor, dass ein Fremder in die Wohnung eines Verletzten gestürmt ist und angefangen hat zu meckern, weil der Rettungswagen die Ausfahrt blockiert. Der Respekt vor Einsatzkräften und Betroffenen sinkt insgesamt rapide.“

  Rettungsgasse? Patrick Ammon schmunzelt, was an seinen leidigen Erfahrungen mit dem Thema liegt – und am Unverständnis gegenüber denen, die keine Rettungsgasse bilden. Denn selten klappe es einwandfrei. Ansagen im Radio helfen zwar, dennoch gebe es noch viel Verbesserungsbedarf. „Besonders wichtig ist auch, dass, wenn ein Fahrzeug durchgefahren ist, die Rettungsgasse nicht direkt wieder blockiert wird.“

  Wiederbelebung? Die Prozentzahl der Menschen, die im Notfall Wiederbelebungsmaßnahmen durchführen, liegt bei geringen 15 Prozent. Ammon hält die Zahl für realistisch. Angst und Ekel vor der lebensrettenden Mund-zu-Mund-Beatmung spielten dabei eine entscheidende Rolle. In seinen Kursen sensibilisiert Ammon die Teilnehmer und erläutert immer wieder die Wichtigkeit der künstlichen Beatmung.

  Verpflichtender Erste-Hilfe-Kurs? Ammon: „Ich bin für einen verpflichtenden Erste-Hilfe-Kurs auch nach dem Erwerb des Führerscheins. Das Wissen muss regelmäßig wiederholt werden, um im Gedächtnis zu bleiben.“ lex

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