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Die Schülerband der Schillerschule (v.l.): Fernando Grumpe, Finn Heine, Alexander Born, Antonia Wilfer und Paulo Kupczyk.

Konzert

Jeder Ton ein Statement: Drei Schulbands sind bei "Rock gegen Rechts" dabei

Wenn heute 13 Formationen auf dem Opernplatz gegen Rechts rocken, dann sind auch drei Frankfurter Schülerbands dabei.

„Born Inexperienced“, das sind Finn Heine, Fernando Grumpe, Alexander Born, Paulo Kupczyk und Antonia Wilfe. Die fünf Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren besuchen die Schillerschule. Gegründet haben Finn und Alex die Band vor rund eineinhalb Jahren. Damals spielten die Jungs vor allem Instrumentalstücke. Seitdem ist die Gruppe gewachsen, und dieses Jahr kam die Idee, sich als Schülerband für einen Auftritt bei „Rock gegen Rechts Frankfurt“ zu bewerben. Für dieses Vorhaben stieß auch das neueste Mitglied zur Band: Sängerin Antonia. Und dann ging alles ganz schnell: „Der Stadtschulrat hat nach Schulbands gesucht, da haben wir uns beworben“, erklärt Finn. Insgesamt wurden bei einem Bandcontest drei Gruppen ausgewählt, die auf dem Opernplatz auftreten werden. „Das ist schon alles ziemlich professionell“, erklärt Finn. Alexander sagt: „Wir wollen ein Statement setzen.“

Margarete Wohlfahrt-Stoll ist Fachbereichsleiterin für Sprachen, Kunst und Musik an der Schillerschule und kennt die Jugendlichen gut. Sie hat die Bewerbung der Schüler von Beginn an unterstützt und erklärt: „Wir sind stolz, dass Born Inexperienced unsere Schule bei diesem Festival vertritt!“

Für die viele Unterstützung aus dem Familien- und Freundeskreis sind die Jugendlichen sehr dankbar. „Ein paar Freunde mussten wegen der vielen Proben schon zurückstecken“, bedauert Gitarrist Paulo. Aber „bisher reagieren alle verständnisvoll, sogar die meisten Lehrer“, ergänzt Bassist Fernando.

Das ist auch wichtig, denn die Jugendlichen streben eine Karriere in der Musikindustrie an. Mehrere Mitglieder können sich ein Musikstudium vorstellen, ein Durchbruch als Band wäre aber „ein Traum“, stimmen alle überein. Auf eine Musikrichtung wollen sich die Schüler nicht beschränken, aber Funkrock ist klar ihr Ding.

Auch auf die Auftritte der beiden anderen Bands freuen sich die Mitglieder von Born Inexperienced: „Die Band des Riedberg-Gymnasiums hat eine tolle Sängerin“, lobt Antonia. Für „Past Reflection“ empfindet Finn großen Respekt. „Die Jungs haben ihren ganz eigenen Stil“, bewundert er.]

Valerie Gorelikov ist die Sängerin der Schulband des Gymnasiums am Riedberg. Sie freut sich sehr auf „die tolle Chance, vor so vielen Menschen spielen zu dürfen. Musik ist ein gutes Mittel, um viele Menschen zu erreichen“. Die Band spielt erst seit kurzem zusammen und ist aus einem Schulprojekt hervorgegangen. Aida Colovic (Schlagzeug), Amina Colovic (Gitarre), Dominique Jarek (Keyboard) und Toan Vu (Bass) wollen dem Publikum am Samstag mit einem vielseitigen Programm einheizen. Dazu zählen Songs von Leonard Cohen, den Cranberries und Joan Jett.

Die dritte Schüler-Band im Bunde ist Past Reflection. Die meisten Musiker kommen von der Ziehenschule in Eschersheim.

Die Jugendlichen haben schon einige Bühnenerfahrung. So spielte die Gruppe in diesem Jahr zum zweiten Mal beim Museumsuferfest, trat bei Bandcontests auf und hat sich so in Frankfurt einen Namen gemacht. Die Initiative für den Auftritt bei „Rock gegen Rechts“ ergriff Gitarrist Elias Hartard. „Unsere Bandmitglieder haben ganz unterschiedliche Wurzeln“, erklärt Drummer Kiran Echt. „Aber klar können wir uns mit Rock gegen Rechts voll identifizieren“, sagt Kiran.

Damit heute alles glattgeht, probten alle Bands in den vergangenen Wochen mehrere Stunden täglich. Wer die Jugendlichen live erleben will, kann das heute ab circa 12 Uhr auf dem Opernplatz.

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