Marodes Gebäude

Den Jungliberalen stinkt der Bahnhof in Diez

Beißender Geruch am Diezer Bahnhof: Jungliberale drängen zu schneller Lösung.

Wer als Tourist mit dem Zug nach Diez kommt, erwartet zunächst einen echten Albtraum: Der heruntergekommene und mit Unkraut bewachsene Bahnsteig, ein Bahnhofsgebäude, das einer Ruine gleicht, und eine Bahnhofsunterführung, die bestialisch riecht, sind gewiss abschreckende Zustände.

Dieses Problem besteht schon mehr als ein Jahrzehnt. Zur Lösung des Problems ist es nie gekommen. Dies soll sich jetzt ändern, fordern die Jungliberalen (Julis) Rhein-Lahn-Westerwald in einer Mitteilung: „Der ekelerregende Geruch, der marode Bahnsteig und das verfallene Bahnhofsgebäude sind eine Schande für die Stadt. Es ist unverständlich, dass es bisher noch zu keiner Lösung kam. Zudem ist der Bahnsteig für Rollstuhlfahrer nicht selbstständig erreichbar. Senioren haben Probleme mit den Treppen.“

Die Julis schlagen vor, die Möglichkeit einer Verkleinerung der Bahnhofsunterführung inklusive Videoüberwachung zu überprüfen oder die Unterführung komplett zu schließen und dafür einen Fußgängerüberweg über die Gleise mit Schranke zu schaffen.

Dass in den Haushaltplan der Stadt Diez in den Jahren 2018–2020 bereits über eine halbe Million Euro für die Sanierung der Bahnsteiganlage und die Schaffung eines behindertengerechten Zugangs eingestellt wurde, ist auch bei den Jungen Liberalen bekannt, jedoch melden sie starke Zweifel an. Sie sagen, sie hätten auf schriftliche Nachfrage in der Sache beim Bürgermeister keine Antwort erhalten. Das Schweigen des Stadtbürgermeisters sei ein Indiz dafür, dass der Sanierungsbeginn in weite Ferne gerückt sei und der Stadtbürgermeister Frank Dobra dies nicht zugeben wolle.

(red)

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