+
Aus nächster Nähe betrachtet wirkt die Kurve in Höhe der Ziegelhütte nicht sehr steil, doch wer schneller als Tempo 60 fährt, kann hier durchaus die Kontrolle verlieren.

K727

Wie kann die Straße zwischen Eschbach und Wernborn sicherer gemacht werden?

  • schließen

Der Ortsbeirat sieht den Verkehr zwischen Eschbach und Wernborn kritisch. Die Straße soll entschärft werden, nachdem es dort bereits mehrere Unfälle gab, zum Teil tödliche. Doch ganz so einfach wird das wohl nicht werden.

Es war nur ein Wort, das im Ortsbeirat zu großer Diskussion führte: „Beschluss“. Doch es führte zu einer fast 30 minütigen Diskussion, in der der stellvertretende Ortsvorsteher Jürgen Maibach (SPD) dann auch noch die Hessische Gemeindeordnung zu Hilfe nahm.

Anlass war eine Prüfliste aus dem Rathaus, in der die Mitarbeiter den Vorschlag des Ortsvorstehers aus einer Sitzung im Frühjahr nicht als Vorschlag, sondern als Beschluss gewertet haben, obgleich der Ortsbeirat in seinem Protokoll selbiges als Vorschlag aufgenommen hatte. Bis der Ortsbeirat zu einem simplen „bitte ändern“ kam, verstrich für die ohnehin schon wenigen Zuschauer ermüdende Zeit.

Bauamtsleiterin Silvia Koch nutzte die Sitzung, um sich und ihre Arbeit vorzustellen und auf den neu zu erstellenden Regionalen Flächennutzungsplan hinzuweisen, der ab 2020 fortgeschrieben wird. Enthalten sind in diesem auch drei Bauerweiterungsflächen für Wernborn, wobei wenigstens eine der Flächen bereits bebaut ist. Der Beschluss Eschbach und Usingen primär zu verdichten heiße aber nicht, dass sich in den anderen Ortsteilen gar nichts mehr tut, erklärte Koch. Allerdings seien die Nachfragen nach Baugebieten in den Stadtteilen auch nicht sonderlich groß.

Groß ist das Interesse des Ortsbeirats allerdings an der Entschärfung der Kreisstraße zwischen Eschbach und Wernborn. Die Kurve an der Ziegelhütte sei gefährlich, darin war sich der Ortsbeirat einig. Und obgleich dort lediglich Tempo 60 erlaubt sind, komme es nicht nur an der Kurve, sondern vor allem auch im weiteren Verlauf der Straße immer wieder zu schweren und tödlichen Unfällen. Straße verbreitern, Fläche dazu kaufen oder nur Rasengittersteine setzen diskutierte der Ortsbeirat intensiv, um dann aber doch den einfachsten Weg zu wählen: Die Bitte nach einem Verkehrsschild, dass auf die Gefahrenstelle hinweist. Dass das nicht einfach umgesetzt werden kann liegt an der Zuständigkeit. Verantwortlich für Ausbau und Zustand der Straße ist der Hochtaunuskreis und nicht die Stadt. Erster Stadtrat Dieter Fritz (CDU) sah die gefährliche Situation an der Kurve der Ziegelhütte durchaus etwas differenzierter. „Der letzte Unfall geschah, weil die Fahrerin mehr mit dem Handy als dem Straßenverkehr beschäftigt war“, sagte Fritz. Um dem Thema mehr Nachdruck zu verleihen, werde es nicht dabei bleiben können im Ortsbeirat einen Wunsch zu formulieren, sondern das Thema müsse aktiv in die nächst höhere Politik getragen werden. Denn in einem waren sich die Ortsbeiratsmitglieder einig: Es müsse etwas geschehen, damit nicht noch mehr Menschen verunglücken.

Prävention anstelle Schaden nehmen war dann auch das Anliegen einer Bürgerin. In der Gehainstraße sei der Gehweg in schlechtem Zustand. 25 Steine seien locker und für Menschen, die schlecht zu Fuß unterwegs seien, eine echte Stolpergefahr. An dieser Stelle müsse der Bauhof schnellstmöglich handeln.

Ein ganz anderes Thema waren die Neuwahlen. Zwar hatte sich der Ortsbeirat bereits zu Beginn der Legislaturperiode gefunden, doch nun stand ein Ämterwechsel an. Beatrix Selzer-Stahl tauschte über eine formelle Wahl ihr Amt als Schriftführerin mit Peter Garbacziok. So wurde aus dem Stellvertreter der neue Schriftführer und Selzer-Stahl seine Vertreterin.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare