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Stellte sein Kochbuch vor: Jimi Blue Ochsenknecht.

Neues Buch

Kochen mit Jimi Blue

Ein neues Kochbuch, gibt es da nicht schon viele auf dem Markt? Egal, wenn es ein attraktiver Jungstar geschrieben hat. Noch dazu einer, der tatsächlich kochen kann.

Ein neues Kochbuch, gibt es da nicht schon viele auf dem Markt? Egal, wenn es ein attraktiver Jungstar geschrieben hat. Noch dazu einer, der tatsächlich kochen kann. Schauspieler und Sänger Jimi Blue Ochsenknecht („Die wilden Kerle“) präsentierte gestern in der Buchhandlung Hugendubel seine Rezeptsammlung „Kochen ist easy“, die sich Leckereien „aus dem wahren Leben“ widmet.

Geduldig – keine „Jimi Blue“-Rufe, Tränen und Gedrängel, wie es sonst oft bei den Auftritten des Wahlberliners vorkommt – standen die überwiegend weiblichen Fans für Autogramme und Selfies an. Tiefbraune Augen, kleine Tattoos, unter anderem eine Brezel, „die ich mir stechen ließ, als ich von München nach Berlin zog“, und ein sympathisches Lächeln – der Single-Mann kennt seine Wirkung. Für jeden Fan nahm er sich Zeit und wurde auch dabei beobachtet, wie er einer Frau die Tür aufhielt, was von guter Erziehung zeugt.

Die einfachen Rezepte peppt der Hobbykoch, der schon mehrere TV-Kochshows gewonnen hat, im Buch mit Kindheitserinnerungen, Tipps und Anekdoten auf. Etwa, dass Vater Uwe Ochsenknecht , seit dem Klassiker „Das Boot“ ein gefragter Schauspieler, „ungefähr 20 Mal versuchte, eine Crème brulée zuzubereiten – immer vergebens!“ Der Sohn will es jetzt besser wissen und schlägt im Buch drei Varianten des Desserts vor. Unkompliziert seien die Rezepte, die Zutaten leicht zu bekommen – und ganz auf junge Leute mit wenig Kocherfahrung abgestimmt. „Muddis Streuselkuchen“ oder das Katerfrühstück nach dem Club sind Beispiele. Ungekünstelt ist nicht nur das Essen fotografiert, sondern auch der Koch selbst. Auf einem Foto klebt Jimi Blue Ochsenknecht Petersilie am Schneidezahn, wäre ihm das peinlich bei einem ersten Date? „So etwas ist kein Grund, sich zu schämen, das kann vorkommen, auch bei Mohnkuchen. Ich würde einfach locker darüber lachen.“ Und da Liebe durch den Magen geht, freue er sich, „wenn eine Partnerin sehr gern kocht und man sich gegenseitig bekocht, das Umsorgen finde ich toll“.

Die Idee, ein Kochbuch zu schreiben, sei vor Jahren von seiner Mutter Natascha Ochsenknecht gekommen. „Ich war 18 und fand mich zu jung für ein Kochbuch, um authentisch anzukommen, obwohl ich immer gern für meine Familie gekocht habe. Erst Jahre später war es dann so weit“, erzählte der Schauspieler. Gefragt nach den liebsten Küchendüften seiner Kindheit, kam es wie aus der Pistole geschossen: „Die Rinderrouladen meiner Mutter und die asiatischen Gerichte, die mein Vater kochte!“ Ehrensache, dass die Rouladen im Buch nicht fehlen dürfen.

Den Vater wolle er bald länger auf Mallorca, wo dieser mit seiner neuen Partnerin lebt, besuchen, bereit, die Rezepte aus dem Buch am dortigen Herd zu demonstrieren. Ein weiterhin guter Lauf für den Mimen, der im Sommer bei den Wormsers Nibelungen-Festspielen sein Theaterdebüt gab und dafür viel Lob erhielt. Im November will er noch „etwas Musikalisches“ präsentieren und im nächsten Jahr steht er wieder vor der Kamera.

(fai)

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