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Der schlimmste Fall ist eingetreten – und die südliche Wetterau ächzt gewaltig unter dem Richterspruch. Vom anstehenden Diesel-Fahrverbot werden nicht nur Frankfurter Bewohner und Firmen betroffen sein.

Der schlimmste Fall ist eingetreten – und die südliche Wetterau ächzt gewaltig unter dem Richterspruch. Vom anstehenden Diesel-Fahrverbot werden nicht nur Frankfurter Bewohner und Firmen betroffen sein. Sondern tausende Pendler aus der Wetterau und unzählige Unternehmen, die in der Mainmetropole ihre Arbeiten erledigen.

Für die Politik ist das eine gefährliche Situation. Denn nun wird offenbar, dass sie – allen voran die CDU – dem Pampern der Autoindustrie absolut alles untergeordnet hat.

Wenn nun Tausende und Abertausende Wähler im Gegenzug nicht weniger als Enteignungen aufgedrückt bekommen, verlieren diese zu Recht den Glauben in die bisher handelnden politischen Kräfte. Und das nicht nur auf Landes-, sondern auch auf örtlicher Ebene. Denn während die Industrie auf höchster Ebene geschützt wird, wirkt es, als seien

die nicht selbstverschuldeten Nöte der „Kleinen“ selbst im eigenen Ort irrelevant.

Wie das Problem gelöst wird? Das werden wir ganz sicher vor dem Tag der Hessenwahl Ende Oktober wissen. Eine Lehre aber muss die Politik sicher ziehen: Um dauerhaft die Luft sauber zu bekommen, geht es nicht ohne mehr öffentlichen Nahverkehr. Hier sind Millioneninvestitionen mindestens genauso wichtig wie fürs Nachrüsten halbneuer Dieselautos.

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