+

Kommentar

  • schließen

Sie sind in Bad Vilbel eine sträflich unterschätzte Gefahr: die Geisterradler. Nein, nicht jene, die entgegen einer Einbahnstraße in der Tempo-30-Zone rollen.

Sie sind in Bad Vilbel eine sträflich unterschätzte Gefahr: die Geisterradler. Nein, nicht jene, die entgegen einer Einbahnstraße in der Tempo-30-Zone rollen. Denn hier ist die Geschwindigkeit der „Stärkeren“ in der Regel noch überschaubar und der Nutzen für Pedalisten und deren umweltfreundliche Fortbewegung groß.

Hochgefährlich ist das Verhalten der wenigen, die gedankenlos den langen, auf der Fahrbahn markierten Radweg den Schöllberg hinunter rauschen. Mitten auf der Fahrspur von Autos, Lastern, Bussen – entgegen deren Fahrtrichtung! Man mag sich nicht ausmalen, was passiert, sollte ein Radfahrer nur einmal kurz das Lenkrad verreißen, während er gerade direkt auf den 30er-Bus zu rast. . .

Und wie reagiert das Rathaus? Zurückhaltung. Kontrollen? Fehlanzeige. Offensichtlich scheinen Zweiradfahrer mehr Rechte zu genießen als andere Verkehrsteilnehmer in der Stadt, wenn ihr Fehlverhalten ungeahndet bleibt. Gegenüber Fahrern hinterm Lenkrad mag das ja „nur“ ungerecht sein. Gegenüber all jenen, die Opfer werden können, wenn einzelne Radler über die Stränge schlagen, ist es aber unverantwortlich, wenn die Ordnungsbehörden wegschauen.

Denn Opfer sind nicht nur Fußgänger, die Rüpel-Radlern schutzlos ausgeliefert sind. Sondern auch Autofahrer, die schuldlos in Unfälle verwickelt werden. Und vor allem sind es die gedankenlosen Zweiradfahrer selbst, wenn sie schwer verletzt werden. Oder gar sterben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare