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Überall, wo eine Kommune bauen will, bedient sie sich der Dienste der Hessischen Landgesellschaft. Im Endeffekt bedeutet das die Versiegelung wertvoller Flächen.

Überall, wo eine Kommune bauen will, bedient sie sich der Dienste der Hessischen Landgesellschaft. Im Endeffekt bedeutet das die Versiegelung wertvoller Flächen. Die Warnungen vor massivem Landverbrauch waren auf der Veranstaltung in Karben nicht zu überhören. Den Ausweg aus dem Dilemma sieht die HLG nun in nachhaltiger Baulandentwicklung. Künftige Neubaugebiete sollen den Plus-Energie-Standard erfüllen, sprich, deren Bewohner sollen mehr Energie erzeugen als sie verbrauchen. Wie naiv! Bauherren müssen schon viel Geld für die Grundstücke zahlen. Da dürften sie kaum bereit sein, auch noch für Plus-Energie-Häuser tief in die Tasche zu greifen. Von den vielen zusätzlichen Vorschriften, die zu beachten sind, ganz zu schweigen. Der Leitfaden der HLG selbst listet auf einer ganzen Seite Dutzende von Vorschriften und Gesetzen auf. Das Forum hat das ganze Dilemma zwischen immer höherem Zuzugsdruck, ungehemmtem Flächenverbrauch und politischen Vorgaben nach geringerem Energieverbrauch aufgezeigt. Der Leitfaden ist nett formuliert, aber weit von der Realität entfernt.

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