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KOMMENTAR

Zu Recht wird den Parteien immer wieder vorgeworfen, über Anträge nicht nach der Sache zu entscheiden, sondern dass maßgeblich ist, wer den Antrag gestellt hat.

Zu Recht wird den Parteien immer wieder vorgeworfen, über Anträge nicht nach der Sache zu entscheiden, sondern dass maßgeblich ist, wer den Antrag gestellt hat. Ein krasser Fall ist der Umgang mit dem Hinweis der Linken, dass in Lorsbach der einzige barrierefrei zugängliche Raum wegfallen soll. Die Stadt Hofheim stellt ganz gerne heraus, dass sie „Modellregion Inklusion“ ist, mit dem allgemeinen Ziel des Abbaus von Barrieren für Menschen mit Behinderung. Und dann das.

Dass es zu größeren Verzögerungen führen werde, wenn man sich die Pläne noch einmal daraufhin anschaute, ist nicht zwingend; ein barrierefreier Raum wird im Gemeindezentrum gebraucht, da kann am Kindergarten schon gearbeitet werden. Die Linke hätte den Antrag geschickter formulieren und dem Magistrat mehr Spielraum geben können, aber daran hatte offenbar niemand ein Interesse. Erst recht nicht zieht das Argument, der vorhandene Raum sei bislang kaum genutzt worden. Wenn man sich in den Stadtteilen mehr Gemeinschaftsleben wünscht, dann kann man nicht die räumlichen Möglichkeiten einschränken. Die bloße Hoffnung, dass dem Magistrat auch ohne konkreten Auftrag schon etwas einfallen wird, ist auch ein bisschen dürftig.

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