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Wäre man abergläubig, man könnte von einem Fluch reden, der auf der Bahnhofsgastronomie lastet. Doch damit würde man es den Verantwortlichen zu einfach machen.

Wäre man abergläubig, man könnte von einem Fluch reden, der auf der Bahnhofsgastronomie lastet. Doch damit würde man es den Verantwortlichen zu einfach machen. Schon die Eröffnung des ersten Restaurants wurde zum Auftakt einer ganzen Reihe an Pleiten, (ein wenig) Pech und Pannen – Stichwort Rauchmelder im Dunstabzug.

Ist es vorstellbar, dass mehrere (mehr oder weniger erfahrene) Gastwirte alle unfähig sind, am Bahnhof einen gastronomischen Betrieb zu etablieren? Eher nicht. Die Gründe für das permanente Scheitern sind daher auch außerhalb der Kompetenz der Gastronomen zu suchen. Angefangen bei den (noch immer) fehlenden Parkmöglichkeiten bis hin zu den Dauerbaustellen Bahnhofsvorplatz und Busbahnhof waren die Voraussetzungen von Beginn an alles andere als günstig. Aber wirklich dramatisch ist die Situation in der Gastronomie selbst. So beklagten die Pächter immer wieder die „fehlgeplante Küche“. Die sei zu klein, um darin zeitgleich das Restaurant und den Eventbereich zu bespielen. Hinzu komme, dass die Wege im Haus zu weit seien, Abläufe nicht funktionierten.

Von der Kur war stets nur zu hören, dass entweder die Konzepte nicht gestimmt hätten, oder aber, dass die Gastronomen Geduld haben müssten. Die scheinen die jetzigen Pächter schon wieder zu verlieren. Wahrscheinlich war es aber auch von vornherein nicht die beste Idee, einem Konglomerat von Steuerberatern und Wirtschaftsprüfern einen so sensiblen gastronomischen Betrieb anzuvertrauen.

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