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Wer viel mit dem Zug unterwegs ist, weiß, dass das Gebiet um den Hauptbahnhof nicht das gepflegteste einer Großstadt ist. Das ist in Frankfurt nicht anders.

Wer viel mit dem Zug unterwegs ist, weiß, dass das Gebiet um den Hauptbahnhof nicht das gepflegteste einer Großstadt ist. Das ist in Frankfurt nicht anders. Sollte es aber sein, schließlich ist der Hauptbahnhof für Reisende das Entrée zur Stadt. Im Moment ist vor allem der Bahnhofsvorplatz einer Banken- und Messestadt mit Gästen aus aller Welt nicht würdig. Der Sommergarten mit vergilbter Möblierung sieht schmuddelig aus, auf dem Platz vermisst man eine ordnende Struktur und schattenspendende Bäume.

Das Problem haben Politiker im Römer und Verantwortliche bei der Deutschen Bahn längst erkannt. Und so wurde schon vor zehn Jahren vereinbart, den Vorplatz sowie die südlichen und nördlichen Flächen aufzuwerten. Dass noch mal sechs Jahre verstreichen, bis 2024 alles fertig ist, ist jedoch schwer zu vermitteln.

Doch die Tücken liegen im Detail. Bei täglich 450 000 Reisenden müssen die Arbeiten behutsam und nach und nach geplant werden, der Bahnhofsbetrieb muss ja weitergehen. Der Vorplatz ist zudem der Abschluss der Gesamtmaßnahme. Das Gros der Arbeiten läuft unbemerkt im Untergrund, in der B-Ebene. Um das logistisch stemmen zu können, wird der Vorplatz als Lagerplatz für Baumaterial benötigt.

Fairerweise muss man auch erwähnen, dass schon viel passiert ist. Das Bahnhofsdach wurde erneuert, der Atlas saniert und im Bahnhof ein neuer Bodenbelag verlegt.

Trotzdem ist Eile geboten, Verzögerungen sind nicht zu dulden. Denn: Ist der Ruf erst ruiniert...

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