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Die Frankfurter Verkehrsgesellschaft hat 22 Mittelteile für U-Bahnen bestellt. So entstehen am Ende 75 oder 100 Meter lange Züge, in die deutlich mehr Fahrgäste passen.

Die Frankfurter Verkehrsgesellschaft hat 22 Mittelteile für U-Bahnen bestellt. So entstehen am Ende 75 oder 100 Meter lange Züge, in die deutlich mehr Fahrgäste passen. Damit reagiert die Stadt auf steigende Fahrgastzahlen. Das ist gut. Gute Planung jedoch sieht anders aus.

Schon jetzt sind U-Bahnen in den Stoßzeiten überfüllt, gleiches gilt für Busse, Straßen- und S-Bahnen. Mit mehr als 230 Millionen Fahrten wurde im vergangenen Jahr erneut ein Rekord im öffentlichen Nahverkehr erzielt. Die Steigerungsraten liegen deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Und das bereits seit Jahren.

Um den Druck zu reduzieren, hat die lokale Nahverkehrsgesellschaft Traffiq zum Fahrplanwechsel im vergangenen Dezember auf einigen Verbindungen die Taktzeiten verkürzt. Die VGF hat ältere, nicht barrierefreie Bahnen reaktiviert, weil sie nicht genügend Fahrzeuge hat.

Und doch sind diese Maßnahmen nur ein Tropfen auf den heißen Stein. Das gilt auch für die Mittelteile, welche die Stadt nun kauft. Erst von März 2020 bis Frühjahr 2021 sollen sie geliefert werden. Bis dahin drängen sich die Fahrgäste weiter in den U-Bahnen. Die Stadt hat damit den Zeitpunkt, frühzeitig und vor allem geplant auf die steigenden Fahrgastzahlen zu reagieren, schlichtweg verpasst.

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