Kommentar

  • Daniel Gräber
    vonDaniel Gräber
    schließen

Für eine endgültige Bilanz ist es noch zu früh. Ob das neue Prostituiertenschutzgesetz wirklich dabei hilft, die Situation von Frauen im Rotlichtgewerbe zu verbessern, wird sich noch zeigen.

Für eine endgültige Bilanz ist es noch zu früh. Ob das neue Prostituiertenschutzgesetz wirklich dabei hilft, die Situation von Frauen im Rotlichtgewerbe zu verbessern, wird sich noch zeigen. Kritiker des Gesetzes sehen in der Anmeldepflicht für Prostituierte nach wie vor kein wirksames Mittel gegen Zwangsprostitution, sondern eines der staatlichen Gängelung und Steuereintreibung. Doch die erste Zwischenbilanz zeigt, dass der Weg so falsch nicht sein kann. Die hohe Nachfrage nach den „Hurenpässen“ hat auch Fachleute überrascht. Es gibt demnach viele Prostituierte in Frankfurt, die ihre Tätigkeit auf legaler Basis ausüben möchten. Wenn es gut läuft, erkennen sie beim Kontakt mit den Behörden, dass sie dort keine erniedrigenden Kontrollen erwarten, sondern Hilfe und Unterstützung.

Wenn dadurch der Schattenbereich illegaler Prostitution langfristig kleiner wird, hat sich das neue Gesetz bewährt. Frankfurt ist schon mal auf einem guten Weg dorthin. Die anfangs umstrittene Aufgabenteilung zwischen Gesundheits- und Ordnungsamt scheint jedenfalls kein Hindernis zu sein.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare