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Nach mehr als zwei Jahren Streit gehen die Sprendlinger Kleingärtner scheinbar als Sieger aus dem „Kampf“ um das Gelände an der Sprendlinger Lettkaut heraus. Eine riesige Überraschung ist nicht mehr.

Nach mehr als zwei Jahren Streit gehen die Sprendlinger Kleingärtner scheinbar als Sieger aus dem „Kampf“ um das Gelände an der Sprendlinger Lettkaut heraus. Eine riesige Überraschung ist nicht mehr. Nach den Entwicklungen im Sommer, und den Nachrichten, dass Hans Strothoff die Option für eine Verlängerung des Mietvertrags seiner Internationalen Schule am HLL ziehen wird, war klar, dass es für Gartenfreunde zumindest einen Aufschub geben wird. Jetzt ist das Projekt „chinesische Fußballakademie“ ganz abgeblasen. Was bleibt ist reichlich verbrannte Erde. Ein zerstrittener Vorstand im Kleingärtnerverein. Ein amtierender Bürgermeister, der sich aus gesundheitlichen Gründen nicht wiederwählen lassen möchte und für den der Streit um den Sport- und Bildungscampus sicherlich nicht gesundheitsfördernd waren. Und eine unschöne öffentliche Auseinandersetzung, nach der sich niemand mehr so richtig zu dem Projekt Fußballakademie bekannte. Aber Politik, Stadt und Investoren hätten damit rechnen müssen, dass eine für die Vereine sehr plötzliche Kündigung ihres Geländes und das weitere Verfahren, das durch mangelnde Transparenz auffiel, nicht auf Begeisterung stoßen würden. Letztlich ist es schade, die spannende Idee des Sport- und Bildungscampus zu begraben. Andererseits ist es richtig, dass die Vereine ihre Heimat behalten. Das Opfer, für dieses – zweifellos prestigeträchtige – Projekt einen mehr als hundert Jahre alten Traditionsverein zu entwurzeln, wäre zu hoch gewesen.

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