Kommentar zur Demo: Scharfe Grenze

Als in Chemnitz Bürger ihren Unmut über die Bundesregierung auf die Straße trugen, war der öffentliche Aufschrei im Westen der Republik groß.

Als in Chemnitz Bürger ihren Unmut über die Bundesregierung auf die Straße trugen, war der öffentliche Aufschrei im Westen der Republik groß. Denn in Sachsen, das wurde schnell deutlich, übte manch angeblich bürgerlicher AfD-Politiker den Schulterschluss mit Rechtsextremisten. Und die demonstrierende Mehrheit duldete zumindest stillschweigend, dass eine Minderheit den tödlichen Messerangriff für ihre Zwecke nutzte: Neonazis mischten sich unter das Volk, griffen Migranten und Juden an.

Nur, wo bleibt der Aufschrei, wenn Linksextremisten dieselbe Strategie verwenden? Ob im Hambacher Forst oder bei „Wir sind mehr“ in Frankfurt: Feinde unserer Demokratie missbrauchen legitime Proteste für ihre Zwecke. Sie hassen den Staat, erklären Polizisten zum Feind. Das darf nicht geduldet werden. Die Grenze zwischen Demokraten und Anti-Demokraten muss links genauso scharf gezogen werden wie rechts.

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