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Viele Dieselfahrer schauen derzeit mit Sorge in die Zukunft.

Politik

KOMMENTAR zur Diesel-Entscheidung: Eine Lösung, die keine Lösung ist

Lange hat es gedauert, bis die regierenden Politiker in Berlin etwas präsentierten, das eine Lösung sein soll, aber keine Lösung ist.

Lange hat es gedauert, bis die regierenden Politiker in Berlin etwas präsentierten, das eine Lösung sein soll, aber keine Lösung ist.

Von der EU vorgegebene Grenzwerte müssen schon seit dem Jahr 2010 eingehalten werden. In zu vielen deutschen Städten klappt das aber nicht, dazu zählt auch Limburg. Erst seitdem sich abzeichnet, dass Fahrverbote juristisch erlaubt sind und von Gerichten zunehmend vollzogen werden, reagiert die Politik.

Von einer wirklichen Entschädigung für Verbraucher, die ein Dieselauto gekauft haben, im guten Glauben, dies sei umweltfreundlicher, kann allerdings keine Rede sein.

Die Autoindustrie trickst bei den Abgaswerten und kriegt dafür in den USA einen auf den Deckel, die in Deutschland betroffenen Autofahrer gucken dumm aus der Wäsche. Denn nicht jeder Autofahrer profitiert von den Diesel-Beschlüssen. Nur die in 14 Städten und dem Umland. Dazu kommt: Ist der Diesel zu alt (Euro 4) lässt er sich nicht mehr umrüsten, bleibt also nur der „Umtausch“ in einen neuen oder gebrauchten Wagen. Unter dem Strich zahlen betroffene Autofahrer drauf.

Die deutsche Politik spielt dieses miese Spiel mit. Weil der, der die Macht hat, immer Recht hat, selbst dann, wenn er nicht Recht hat. Es gibt zu viele Arbeitsplätze, die von der Autoindustrie abhängig sind. Wer viele Arbeitsplätze schafft, bestimmt die Regeln. Wundere sich niemand mehr, dass immer mehr Menschen sich von dieser Alibi-Politik abwenden.

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