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Alles klar für den Sprung ins Nass

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Die Freibäder und Badeseen in den Kreisen Offenbach und Groß-Gerau sind für die nahende Sommersaison gerüstet. Als erstes öffnet das Neu-Isenburger Waldschwimmbad seine Tore für Sonnenanbeter und Badefreunde. Danach folgen sukzessive die Bäder und Seen in Mörfelden-Walldorf, Dreieich, Langen und Egelsbach. Wir bieten einen Überblick über die wichtigsten Zahlen und Termine.

Langen ist als Drei-Bäder-Stadt in der komfortablen Situation, dass sie ihren Wasserratten gleich zwei Bäder für die Sommermonate anbieten kann. Los geht’s am Samstag, 12. Mai, im Freizeit- und Familienbad in der Teichstraße und auch am Strandbad am Langener Waldsee. Pünktlich um 8 Uhr öffnen sich die Pforten, und bis Mitte September können die Badegäste täglich bis 20.30 Uhr ihre Bahnen ziehen oder den Badesee genießen.

Besonders der Waldsee zählt zu den bedeutendsten Freizeiteldorados im Rhein-Main-Gebiet. Es locken ein langer Sandstrand, rund 70 000 Quadratmeter bewachte Wasserfläche, ein am Nordufer nach Süden ausgerichteter FKK-Abschnitt, vier für Wettkämpfe geeignete Beachvolleyballplätze und vielfältige Spielmöglichkeiten für Kinder. Der beliebte Zeltplatz kann ebenfalls vom 12. Mai an belegt werden. Im Angebot sind 80 großzügig bemessene Stellplätze. Alle erforderlichen Vorbereitungen – Strand reinigen, Trennleinen ziehen, Installations- und Wartungsarbeiten und anderes mehr – sind vor dem Saisonstart abgeschlossen. Zig Tonnen hochwertiger, feiner Sand werden verteilt, um Erosionsschäden zu beheben, als Fallschutz für einige Spielgeräte und um die Strandqualität in der Uferzone zu verbessern. Während die Wassertemperatur im See von der Natur geregelt wird, können sich die Schwimmer im Freibad auf angenehme 22 Grad verlassen.

Der Einzeleintritt in alle Bäder beträgt vier Euro für Erwachsene sowie drei für Kinder und Begünstigte. Lohnenswert ist der Erwerb einer Saisonkarte. Sie gilt bis 15. September im Strandbad, im Freizeit- und Familienbad und in der Übergangszeit im Hallenbad und kostet 80 Euro für Erwachsene. Familien kommen mit den Karten sehr preiswert durch die Badesaison: Je Elternteilkarte fallen 55 Euro an, für das erste Kind 35 und für das zweite 30 Euro. Der Saisonkartenverkauf läuft noch bis zum 31. Mai: an der Kasse des Hallenbades bis 11. Mai, danach an den Kassen der Freibäder.

Auch in Langens Nachbarstadt Egelsbach steht das Freibad an der Freiherr-vom-Stein-Straße den Badefreunden ab dem 12. Mai um 8.30 Uhr zur Verfügung. Das Bad lockt sogar mit warmen 24 Grad. Die Egelsbacher haben für die neue Saison in ihr Schwimmbad investiert: Das Kinderplanschbecken wurde umfassend saniert. Anstelle der 40 Jahre alten Fliesen glänzt es jetzt mit blauer Folie und bunten Motiven. Rund 25 000 Euro haben die Bauarbeiten gekostet, die zu einen Drittel vom Förderverein des Freibades unterstützt werden.

Auch der Parkplatz und der Eingang haben eine Verschönerung bekommen, weil die Wurzeln der Bäume das Pflaster erheblich beschädigt haben. Die Preise bleiben gleich: Kinder zahlen 2,50 Euro, Erwachsene 4 Euro, die Saisonkarte für Kinder kostet 36 Euro, für Erwachsene 90 Euro. Eine Familienkarte ist für zwei Erwachsene und Kinder mit 150 Euro noch etwas günstiger. Die Öffnungszeiten sind täglich von 8.30 bis 20.30 Uhr.

Das Sprendlinger Parkbad in Dreieich startet am Mittwoch, 9. Mai, in die Saison. Ab 17 Uhr gibt es für alle Besucher freien Eintritt. Bäderleiterin Dalila Kahl freut sich schon auf die vielen Veranstaltungen im Bad: Die Besucher können sich bei „Dreieich schwimmt“ (startet am Eröffnungstag) miteinander messen, bei der Poolparty für Kinder (5.August) wird gefeiert, der Kids-Triathlon (9.September) verspricht sehr spannend zu werden und das Zwölf-Stunden-Schwimmen (9. Juni) fordert die Ausdauer.

Ein paar Verschönerungsarbeiten hat es über die Wintermonate gegeben: So sind beispielsweise die Rinnenroste am Springerbecken neu. Die Preise bleiben stabil, Kinder zahlen 2,30 Euro, Erwachsene 4,20. Die Saisonkarte kostet für die Kleinen 35 Euro, für Erwachsene 65 Euro. Die Dreieicher können täglich von 8 bis 20.15 Uhr im Parkbad schwimmen. Nach einer etwas schwächeren Saison 2017 (53 388 Schwimmer) träumt Dalila Kahl davon, endlich die 80 000-Besucher-Marke zu knacken – 2015 war sie mit 79 400 Badegästen fast erreicht.

In Mörfelden-Walldorf freut sich Sport- und Kulturamtsleiter Ralf Baitinger auf die neue Badesaison: „Alle Vorbereitungen laufen sehr gut. Der neue Betriebsleiter Renato Ribic und sein Team sowie die ehrenamtlichen Helfer der Interessengemeinschaft Rettungsdienst Badesee Walldorf (IRBW) leisten hervorragende Arbeit.“ Gegenüber 2017 hat sich einiges geändert, nicht nur der Betriebsleiter. So gibt es im Waldschwimmbad in Mörfelden eine neue Solaranlage. „Das wird den Besuchern zugutekommen. Die Wassertemperatur wird nämlich angenehm warm sein, höher als vergangenes Jahr“, freut sich Baitinger. Am Samstag, 5. Mai, wird das Waldschwimmbad öffnen.

„Zwei Höhepunkte der Badesaison werden das beliebte Festival ,school’s out for summer’ zum Beginn der Sommerferien und das zweite Hundeschwimmen am 15. September zum Abschluss der Badesaison sein“, kündigt Baitinger an. Die Preise im Waldschwimmbad und am Badesee bleiben gegenüber 2017 unverändert. Eine Prognose zu den Besucherzahlen und Einnahmen möchte Baitinger aber nicht abgeben, das sei einfach viel zu wetterabhängig. „Wir hoffen aber, dass wir die Besucherzahlen von 2017 im Waldschwimmbad von etwa 33 000 verkauften Einzelkarten und rund 1800 Dauerkarten übertreffen können. Freibäder machen immer Defizit, aber wir versuchen natürlich, es so gering wie möglich zu halten“, so Baitinger.

Im Vergleich zum Waldschwimmbad mit aufwendiger Technik und den notwendigen Personalkosten für das Badepersonal, entstehen am Badesee Walldorf für die Stadt nur relativ geringe Kosten. Das liegt am niedrigen technischen Aufwand gegenüber dem Waldschwimmbad, wo kontinuierlich hohe Wartungs- und Reparaturkosten anfallen, sowie an den ehrenamtlichen Helfern der IRBW, die mit ihrem Einsatz am Badesee Menschen retten und zusätzlich die Stadt auch finanziell entlasten. Am 12. Mai beginnt hier die Badesaison. Doch bereits für den Feiertag am Donnerstag, 10. Mai, kündigt Baitinger mit dem „Pre-Opening-Festival“ einen ersten Saisonhöhepunkt mit Wakeboarding und Live-Musik auf einer Bühne an. Ein neues Angebot am Walldorfer Badesee ist 2018 die Familienkarte beziehungsweise die Familien-Kombi-Karte einschließlich Parken. „Mit diesen Neuerungen hat die Stadt Anregungen der Badegäste aufgegriffen“, erklärt Baitinger.

In Neu-Isenburg ist ebenfalls alles klar für den Sprung ins kühle Nass. Am Dienstag, 1. Mai, um 8 Uhr öffnen sich seit vielen Jahren die Tore zum Neu-Isenburger Waldschwimmbad, genauer gesagt zum Freibadbereich. Im angegliederten Hallenbad kann man bekanntlich das ganze Jahr über schwimmen – und dies wird auch, wenngleich mit etwas eingeschränkten Öffnungszeiten, den Sommer über möglich sein. „Wir haben unsere Fans, die können die Eröffnung der Freibadsaison kaum erwarten, aber es gibt auch welche, die lieber ein Dach über dem Kopf haben wollen, auch beim Schwimmen“, erklärt Kirk Reineke, Geschäftsführer der Stadtwerke Neu-Isenburg, die das Waldschwimmbad mit all seinen Einrichtungen betreiben.

Der Außenbereich wurde in den vergangenen Tagen noch einmal gründlich gereinigt, alle Leitungen gespült und schließlich die Becken befüllt. „Wir sind bestens vorbereitet, dies betrifft auch das Personal, es kann losgehen“, bestätigt Betriebsleiter Dennis Dörschug. Die Baustelle des Kinderplanschbeckens, welches, wie bereits vermeldet, erst am 16. Juni eingeweiht wird, ist durch einen Bauzaun abgetrennt. Die Liegewiesen im östlichen Bereich des Bades sind jedoch frei zugänglich.

Nach einer gerade so akzeptablen Saison im vergangenen Jahr mit etwas mehr als 80 000 Besuchern, hofft die Verantwortlichen in Neu-Isenburg nun auf ein besseres Jahr. Nach einem sensationell guten Beginn von Mai bis Anfang Juli lag man 2017 weit über den Vergleichszahlen des Vorjahres, doch dann kam mit dem unbeständigen Sommer der Einbruch. „Es müssen ja nicht gleich Rekorde gebrochen werden, aber so um die 100 000 Badbesucher wünschen wir uns schon“, gibt Kirk Reineke schon mal eine Messlatte vor. Die Preise sind gleich geblieben, eine Tageskarte kostet 3,50 Euro für Erwachsene, 2,50 Euro für Begünstigte und 2 Euro für Kinder. Die Familienkarte kostet zehn Euro.

Die Stadt Kelsterbach verfügt über ein Allwetterbad, somit gibt es keine feste Saisoneröffnung. Auch im Winter kann man durch eine Verbindung in das Freibecken schwimmen. Ist das Wetter warm genug, wird einfach das Cabrio-Dach geöffnet und es gibt für einen Großteil des Beckenbereiches das beliebte „Freiluft-Gefühl“. Wer will kann zudem auf der Liegewiese ein Sonnenbad nehmen – so wie am vergangenen Wochenende.

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