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Die Sanierungsarbeiten sind in den letzten Zügen, trotzdem wird die Jakob-Roos-Halle wohl erst im Januar genutzt werden können.

Vereine müssen ausweichen

Astheimer Bürgerhaus bleibt bis Januar geschlossen

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Die Vereine müssen sich noch gedulden. Es gibt Probleme mit der Brandschutzanlage. Dadurch könnte sich der Eröffnungstermin um zwei weitere Monate verschieben.

Gut ein halbes Jahr ist es her, dass die Gaststätte im Astheimer Bürgerhaus durch einen elektrischen Kurzschluss ausbrannte und auch angrenzende Räume beschädigt wurden. Seitdem ist es still um die Versammlungsstätte im Herzen des Treburer Ortsteils geworden. Die Vereine müssen sich an anderen Orten treffen – im Eigenheim, im Haus der Vereine oder im Clubraum der Sporthalle Geinsheim. Der Ausnahmezustand wird wohl noch bis Januar bestehen bleiben, informiert nun Bürgermeister Carsten Sittmann (CDU).

In der Jacob-Roos-Halle hat sich aber seit April einiges getan: Trockenbau und Malerarbeiten seien in der Halle und den Vereinsräumen fertiggestellt, die Elektromontage gerade in Arbeit und die Sicherheitstechnik beauftragt.

Sittmann kündigt an, dass noch in dieser Woche das letzte Abstimmungsgespräch mit den beteiligten Firmen geführt werde. Als nächstes würden die bestellten Teile für die Sicherheitstechnik eingebaut. Abschließend müsse die Sachverständigenabnahme und die Freigabe durch das Bauaufsichtsamt erfolgen. „Danach können Jacob-Ross-Halle, die Vereinsräume, die Kegelbahn und die Bücherei wieder vollumfänglich genutzt werden“, verspricht der Bürgermeister.

Die Verwaltung stehe mit den Vereinen in Kontakt, die bisher das Bürgerhaus nutzten. Nach einem Gespräch im September fand am vergangenen Dienstagabend ein weiteres Abstimmungsgespräch statt.

Familie Jukic, die die Gaststätte im Bürgerhaus pachtet, werde diese vermutlich am 1. Dezember wiedereröffnen, teilt Ivica Jukic mit – sofern alles nach Plan verläuft. Denn ausgehend von den ersten Schätzungen sollten die Renovierungsarbeiten innerhalb eines halben Jahres abgeschlossen sein.

Der Betreiber habe gleich mit mehreren Widrigkeiten zu kämpfen gehabt: später Beginn der Bauarbeiten, Urlaubszeiten der Handwerksfirmen und Probleme mit der Versicherung.

Trotzdem schreiten auch dort die Renovierungsarbeiten voran. „Es wurden bisher die komplette elektrische Installation und alle bestehenden Leitungen erneuert“, sagt Jukic. Neue Fenster und Türen wurden eingebaut, die Wände frisch verputzt und die Böden glasiert.

So weit, so gut. Als nächstes müssen Boden- und Wandfliesen angebracht und Gipsplatten an der Decke montiert werden. Erst dann – voraussichtlich Mitte November – können Jukics die Räume reinigen und neu einrichten. „Dann sollte der geplanten Wiedereröffnung im Dezember nichts mehr im Wege stehen“, hofft Ivica Jukic.

Bürgermeister Sittmann ist da skeptisch. Er wolle noch keinen Termin für die Eröffnung der Gaststätte nennen, denn es gebe Schwierigkeiten mit der Lüftungsanlage. Die Tragkraft der Flachdecke über Küche und Gastraum reiche nicht aus, um eine Anlage zu installieren, die die notwendigen technischen Voraussetzungen besitzt, beide Räume ausreichend mit Frischluft zu versorgen. „Dieser Sachverhalt befindet sich aktuell in der Klärung durch die Fachplaner“, schließt Sittmann.

Die Trewwerer Drummler proben seit dem Brand im Eigenheim. Zweite Vorsitzende Conny Luley zeigt Verständnis für die Verzögerung. „Für unseren Verein bereitet es nicht so große Probleme“, sagt sie. Die Mitglieder müssten zwar immer ihre Instrumente zum Probenort transportieren, aber „es ist auch verständlich, dass die Gemeinde keine Zusagen machen kann“. Heinz Ehret vom Gesangverein Germania Bruderkette ärgert sich über die bürokratischen Hindernisse. Eigentlich könne das Bürgerhaus schon Mitte Dezember nutzbar sein, meint er. Doch die Behörden verlangsamten den Prozess wesentlich. Zurzeit treffen sich die Sänger im Alten Rathaus in Ast-heim. „Ich habe kein Vertrauen mehr in die Sache“, sagt Ehret.

Am härtesten treffe es jedoch den Astheimer Carneval-Ausschuss (ACA). Der beginne jetzt mit den Planungen für die Kampagne 2019. Das Eigenheim sei zu klein für die Fastnachtssitzungen, zudem müsse der Verein dort wesentlich mehr Equipment aufbauen als im

Astheimer Bürgerhaus.

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