Gemeindeleben

Beim Festival im Bürgerhaus feiern Jung und Alt gemeinsam

Sechs Jahre nach der ersten Ausgabe ist das „Kirchgarden-Festival“ zurück in der Ortsmitte. Im Bürgerhaus boten die Organisatoren ein Fest für die ganze Familie. Dabei hatte es dieses Jahr eigentlich ausfallen sollen.

Pfarrerin Ellen Schneider-Oelkers kann sich noch gut an die erste Ausgabe des „Kirchgarden-Festivals“ erinnern. „Ich war dabei, als das Baby vor sechs Jahren an den Start ging“, sagt sie zur Begrüßung. Vor der Bühne, auf der sie mit den Organisatoren und Oberbürgermeister Udo Bausch (parteilos) steht, spielt eine ausgelassene Kinderschar mit Bällen und Luftballons.

Ein Fest für die ganze Familie soll es sein, hatte Christian Walter zuvor erklärt und das ist es. Während die Jüngsten sich vergnügen, lauschen die Großen den Worten von der Bühne. Udo Bausch lobte unter anderem das Engagement der jungen Leute für das Gemeinwesen und wünschte allen Gästen vergnügliche Stunden. „Das erste Festival war ein ganz besonderes Geschenk zum 300. Geburtstag unserer Kirche“, erinnert sich Schneider-Oelkers. Und auch daran, dass es eher laut als leise zugegangen war.

Laut sollte es auch an diesem Samstag noch werden: Hurricane Bar und Papierflieger waren zwei Bands, die am späten Abend auf dem Programm standen. Doch für den Moment war das Bürgerhaus noch fest in Kinderhand. Nachdem die Honoratioren endeten, hatte der Kinderchor der evangelischen Kirche Bauschheim seinen Auftritt. Die starteten mit einem Rap und sangen mit viel Elan vom grünen Frosch mit der roten Mütze. Nicht nur die stolzen Eltern hatten ihre Freude an der erfrischenden Performance.

In den Umbaupausen haben die Gäste die Möglichkeit, sich einen Crêpe vom Stand der Aktion „Crêpes gegen Krebs“ zu kaufen oder sich am Stand der IG Metall zu informieren. Aber auch in der Küche des Bürgerhauses glühen die Töpfe und Pfannen und verwandeln Lebensmittel aus Rüsselsheim in schmackhafte Gerichte für die Gäste. Im Raum nebenan bietet der Verein Auszeit Spiel und Spaß für den Nachwuchs.

Christian Walter vom Organisationsteam ist zufrieden mit dem neuen Spielort. „Eigentlich wollten wir dieses Jahr einmal pausieren“, verrät er im Gespräch. Aber da die Kirche dringend Geld benötige, um die abgeschlossene Dachsanierung zu finanzieren, habe man sich entschieden, doch wieder an den Start zu gehen. Passend zu diesem Anlass trägt jeder der zahlreichen Helfer an diesem Abend ein weinrotes T-Shirt mit der Aufschrift „Kirchgarden Dachfligger“. 50 Prozent der Einnahmen soll die Kirche bekommen, die andere Hälfte der Verein Auszeit, der sportbezogene Sozialarbeit für die Jugend im Kreis anbietet.

Das erste kleine Festival im Jahr 2012 mit zwei Bands habe noch im Kirchgarten stattgefunden. Später sei man auf das Motocross-Gelände umgezogen. „Wir haben eine kleine Rundreise gemacht und jetzt sind wir wieder in der Nähe der Kirche“, erklärt Walter. „Wir fühlen uns wohl hier im Bürgerhaus“, sagt er mit einem Lächeln und lobt die zentrale Lage.

Alle Gruppen die heute auf der Bühne stünden verzichteten für den guten Zweck auf ihre Gage und auch viele Rüsselsheimer Firmen unterstützten das Festival großzügig, erklärt er. Auf der Bühne steht mittlerweile die Showtanzgruppe Something Different aus Trebur und läutet mit ihrem schwungvollen Auftritt so langsam den Wechsel ins Abendprogramm ein. Während die Discokugel im schummrig beleuchteten Festsaal ihre Kreise zieht, finden sich immer mehr Gäste ein.

„Es soll die nächsten Jahre auf jeden Fall weiter gehen“, beteuert Walter und sein Kollege Jens Pöpel ergänzt: „Mal gucken wie es hier noch läuft, der Ort für das nächste Mal ist noch nicht sicher“.

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