Beheiztes Wasser, eine Rutsche und Wasserspritzen: Die Kita-Kinder haben viele kreative Ideen, wie der Brunnen in der Hans-Böckler-Siedlung aufgewertet werden könnte.
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Beheiztes Wasser, eine Rutsche und Wasserspritzen: Die Kita-Kinder haben viele kreative Ideen, wie der Brunnen in der Hans-Böckler-Siedlung aufgewertet werden könnte.

Gestaltung

Aufwertung für die Böckler-Siedlung

Der Springbrunnen in der Siedlung soll verschönert werden. Die Kita-Kinder in Bischofsheim haben tolle Ideen.

Bischofsheim -Der Brunnen in der Bischofsheimer Hans-Böckler-Siedlung soll verschönert werden. In das Projekt soll die Kita Birkenweg einbezogen werden, die in der jüngsten Sitzung des Ausschusses für Kultur, Umwelt, Bauen und Soziales vorstellte, wie nicht nur der Brunnen, sondern auch das Umfeld aufgewertet werden könnte. Einen entsprechenden Antrag hatte die GALB Anfang Mai eingebracht.

Die stellvertretende Kita-Leiterin Silvia Dürr und Erzieherin Isabella Tegel-Kämper präsentierten den Ausschussmitgliedern vier Modelle, die die Kinder in Gruppen gemeinsam erarbeitet hatten. Ein kurzer Videobeitrag gewährte den Ausschussmitgliedern zudem einen Einblick in den Entstehungsprozess der Arbeiten. So habe man zunächst Ideen gesammelt. Die reichten von einer Rutsche und Wasserspritzen über Bänke für die Eltern bis hin zu einer "Heizung, damit das Wasser nicht kalt wird", wie ein Junge erklärt. Ebenfalls wünschten sich die Kinder einen sauberen Brunnen und schlugen vor, dass sich Bürgermeister Ingo Kalweit (CDU) darum kümmern könnte.

An alte Tradition anknüpfen

Den Erzieherinnen sei bei dem Projekt wichtig gewesen, dass die Kinder selbst Entscheidungen treffen, erläuterten Dürr und Tegel-Kämper das pädagogische Konzept. Dazu gehörte auch, dass alle Kinder an der Gestaltung teilhaben durften. "Mit dem Brunnen gestalten die Kinder die Zukunft und beziehen die nachfolgende Generation ein." Dabei sei ihnen wichtig gewesen, dass der Brunnen für alle Menschen da ist. Das Areal solle zum Treffpunkt zum Verweilen und zur Bewegungsstätte gleichermaßen werden. So könnten sich die Kinder auf einem Wasserspielplatz austoben und Naturverbundenheit erleben, während die Eltern ihrem Nachwuchs dabei zusehen. Werte man das Areal auf, ließe sich zudem eine alte Tradition wie das Brunnenfest wiederbeleben. Ebenso könnte sich der Brunnen als Treffpunkt für Veranstaltungen etablieren. Die Ausgangsfrage der Gemeinde lautete: "Wie können wir den Brunnen mit kleinen Dingen schöner machen?" Dabei habe man zunächst geplant, den Brunnen lediglich zu streichen und den Kita-Kindern die Möglichkeit zu geben, sich zu verewigen, erläuterte Kalweit. Die Idee habe sich dann aber verselbstständigt. Doch letztlich sei die Umgestaltung eine groß Aufwertung für die sonst eher ins Hintertreffen geratene Böckler-Siedlung, so Kalweit.

Modelle im Palazzo ausgestellt

Angesichts der angespannten Haushaltslage wollte Ute Rothenburger (BFW) wissen, mit welchen Kosten zu rechnen sei. Diese konnte Kalweit jedoch noch nicht nennen, da diese letztlich vom ausgewählten Modell abhängen würden. Das werde dann von einem Architekturbüro auf die teilweise oder vollständige Umsetzbarkeit geprüft. Erst danach könnte man Angebote für die Realisierung einholen. Ob die Kinder schließlich auch bei der Umsetzung mit einbezogen werden, was Lisa Gößwein (SPD) wissen wollte, wurde noch nicht abschließend geklärt.

Derzeit werden die verschiedenen Modelle im Palazzo ausgestellt. Dort können sie von den Ausschussmitgliedern begutachtet werden, die dann entscheiden sollen, welche Elemente übernommen werden. Johanna Thaben

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