Annemarie Duscha und Bürgermeister Ingo Kalweit präsentieren eines der 13 Schilder des neuen "Selbsthilfe-Engagement-Spaziergangs" durch Bischofsheim.
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Annemarie Duscha und Bürgermeister Ingo Kalweit präsentieren eines der 13 Schilder des neuen "Selbsthilfe-Engagement-Spaziergangs" durch Bischofsheim.

Spaziergang

Bischofsheim: Den Heimatort neu entdecken

Der "Selbsthilfe-Engagement-Spaziergang" in Bischofsheim wurde offiziell seiner Bestimmung übergeben.

Besonders in den vielen Monaten des verschärften Corona-Lockdowns waren die Menschen nicht selten froh, dass sie wenigstens zum Spazierengehen raus aus der Wohnung durften. Der Lockdown ist zwar vorbei, doch es spricht selbstverständlich nichts dagegen, trotzdem mal wieder für einen Spaziergang vor die Tür zu gehen. Und in Bischofsheim gibt es jetzt die Möglichkeit eines Spaziergangs der ganz besonderen Art.

Denn in den Straßen und auf den Plätzen von Bischofsheim stehen Schilder, mit denen sich Vereine und Initiativen vorstellen, die sich der Hilfe zur Selbsthilfe verschrieben haben. "Wer den insgesamt 13 Schildern durch Bischofsheim folgt und diese liest, lernt diese Initiativen und Vereine kennen und kann Bischofsheim auf besondere Art und Weise vielleicht ganz neu erleben", freute sich Bürgermeister Ingo Kalweit (CDU) gestern bei der offiziellen Eröffnung des "Selbsthilfe-Engagement-Spaziergangs".

Bischofsheim ist die dritte Kommune im Kreis

Das Konzept stammt von Annemarie Duscha von der Paritätische Projekte gGmbH. "Nach Groß-Gerau und Büttelborn ist Bischofsheim die dritte Kommune im Landkreis, die einen solchen Spaziergang bietet", erläuterte sie gestern. Finanziert würden die Schilder unter anderem vom Land Hessen und den gesetzlichen Krankenkassen.

Die ersten beiden Hinweisschilder sind im "Rosengarten" nahe des Bischofsheimer Rathauses zu finden. Dort kann der Spaziergänger die Standorte der weiteren Schilder nachlesen, die beispielsweise am Friedrich-Ebert-Platz, am Bürgerhaus sowie am Feuerwehrgerätehaus stehen.

Auch wichtige Kontaktdaten, unter anderem zum Selbsthilfebüro in Groß-Gerau, weist dieses Schild aus. Das Hinweisschild am Spielplatz in der Hans-Böckler-Siedlung beendet den Rundgang.

Ebenfalls am "Rosengarten" stellt sich mit einem weiteren Schild das Repair-Café Mainspitze vor. Dort kann man - vorbehaltlich der aktuellen Corona-Verordnungen - in Gemeinschaft mit Gleichgesinnten Alltagsgeräte wie Kaffeemaschinen, Toaster oder auch den Fön und das Transistor-Radiogerät reparieren, statt es voreilig auf den Müll zu werfen.

Am Friedrich-Ebert-Platz stellt sich die Guttempler-Gemeinschaft Altrhein vor. In dieser Selbsthilfegruppe finden Alkohol-, Medikamenten- und Drogenabhängige Ansprech- und Gesprächspartner.

Bischofsheim: Viele Initiativen sind wegen Corona ausgefallen

Weitere Schilder informieren unter anderem über die Flüchtlingshilfe, den Förderverein Spielplätze und den Hospizverein Mainspitze. Für Bürgermeister Kalweit kommen diesen Infoschildern besonders im zweiten Jahr der Corona-Krise eine besondere Bedeutung zu.

"Corona-bedingt sind bei diesen Initiativen viele Veranstaltungen und Angebote ausgefallen", erinnerte der Bürgermeister daran, dass damit auch die Arbeit dieser Selbsthilfe-Initiativen zwangsläufig in den Hintergrund getreten ist.

Hinzu komme, dass mit den Schildern den Bürgern Rechnung getragen werde, die nicht oder nicht mehr Zugang zum Internet haben. An jedem Hinweisschild gibt es übrigens auch eine Quizfrage. Wer alle Antworten weiß, kann diese per E-Mail an quiz@paritaet-projekte.org schicken. Zu Monatsbeginn gibt es jeweils eine Verlosung, bei der Büchergutscheine zu gewinnen sind. Von Ralph Keim

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