Katja Schömenauer hat den Überblick und berät Kundin Alexandra Hansen. FOTO: Ha
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Katja Schömenauer hat den Überblick und berät Kundin Alexandra Hansen.

Markt

Leckeres zur Schnäppchenjagd

Katja Schömenauer kombiniert Hofflohmarkt und Gartencafé - das kommt gut an

Katja Schömenauer steht auf Leckeres. In ihrer Küche in der Gartenstraße kreiert sie zusammen mit ihrer Schwiegermutter Ute Prell leckerere Kuchen und Stückchen, die bisher auf Weihnachtsmärkten immer reißenden Absatz fanden. Aber im vergangenen Jahr gab es wegen Corona keinen Weihnachtsmarkt. Also musste sich die Bischofsheimerin etwas Neues einfallen lassen. Denn auf die leckeren Backwaren sollte niemand verzichten müssen.

"Katjas kleine Laster" nennt sie ihre Geschenke aus der Küche, kombiniert mit Kunst, Deko und Krempel, was gemeinsam in ihrem großen Hof im August zu vier Flohmarktterminen mit Gartencafé führte. Der letzte Termin war an diesem Sonntag.

Was auf den vielen Tischen aufgebaut war, ließ sich kaum überblicken. Dekoartikel für Weihnachten, ein künstlicher, 1,80 Meter hoher Weihnachtsbaum für 20 Euro, ein Rasenmäher, Lichterketten, Spielzeug in allen Variationen, Kerzen, ein Nass-Sauger und vieles mehr sollte während der Flohmarkttage an den Mann, die Frau oder die Kinder gebracht werden. Angesichts einer Außentemperatur von mehr als 30 Grad eher weniger gefragt, aber in Aussicht auf die kalte Jahreszeit auch vorhanden, waren Mäntel, Mützen, dicke Jacken und Stiefel.

Einer Kundin hatten es zwei Bälle angetan. Pro Stück drei Euro sollten sie kosten, für fünf Euro durfte sie beide mitnehmen. Handeln gehört beim Hofflohmarkt zum Geschäft.

Während sich hinten im Garten einige Besucher unter Sonnenschirmen bei einer Tasse Kaffee und Kuchen ausruhten, kamen unter der Überdachung im Hof immer wieder Interessenten vorbei, um sich das schier unübersichtliche Angebot anzuschauen.

Übrige Ware wird gespendet

Nicht nur Katja Schömenauer hatte Keller und Speicher entrümpelt, auch einige ihrer Freundinnen und Bekannte hatten Dinge vorbeigebracht, die sie selbst nicht mehr brauchen, die aber für andere Menschen noch interessant sein könnten. Die Freundinnen waren es auch, die sie beim Flohmarkt und im Café unterstützten und beim Auf- und Abbau geholfen haben. Auch beim Weihnachtsmarkt sind sie immer dabei.

Am zweiten Flohmarktwochenende war jedoch wegen der sommerlichen Hitze etwas weniger los als eine Woche zuvor. Da hatte es zwar geregnet, aber der Hof ist überdacht, da lässt sich auch bei schlechtem Wetter prima stöbern.

Nicht alles, was an den beiden Wochenenden nicht verkauft wurde, landet wieder im Keller oder auf dem Speicher. Klamotten gehen zum Roten Kreuz, andere Dinge in den Umsonst-Laden in Hochheim.

In der Vorweihnachtszeit will Schömenauer einen weiteren Flohmarkt im Hof anbieten. Dann mit vielen Weihnachtsartikeln und natürlich mit dicken Klamotten. Selbstverständlich dürfen auch die Leckereien aus der Küche dann nicht fehlen. Die junge Frau hofft auch, dass es dieses Jahr wieder einen Weihnachtsmarkt gibt. Da will sie mit ihrem Team auf jeden Fall dabei sein. Doch selbst wenn der Weihnachtsmarkt erneut ausfallen sollte, müssen die Liebhaber ihrer Leckereien nicht darben. Demnächst werde sie Bestellscheine ans Hoftor hängen. Dann könnten Interessenten sich für Weihnachten die Leckereien rechtzeitig bei ihr bestellen.

Hans-Dieter Erlenbach

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