Michael Murtagh vom Lions Club Bischofsheim (rechts) gibt die reservierten Bäume an die Bürger aus.
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Michael Murtagh vom Lions Club Bischofsheim (rechts) gibt die reservierten Bäume an die Bürger aus.

Umwelt

Mehr Grün für den Klimaschutz

Der Lions Club Mainspitze verschenkt am Wochenende 500 Hainbuchen. Damit führen die Mitglieder die Idee fort, die Mainspitze etwas grüner zu gestalten.

Bischofsheim -Im 15-Minuten-Takt fahren am Sonntag Bürger aus Bischofsheim auf den Parkplatz vor dem Rathaus. Ihr Ziel ist der kleine Stand von Michael Murtagh und Ulrich Repkewitz vom Lions Club Bischofsheim. Die beiden Männer haben neben der Club-Fahne, einem Tisch und einer Namensliste vor allem einen mit Bäumen beladenen Anhänger dabei. Bei den Pflanzen handelt es sich um Hainbuchen.

Die Bürger, die nach und nach auf den Parkplatz fahren, kommen, um in den Tagen zuvor reservierte Bäume abzuholen. Bis zu 20 der jungen Bäumchen darf jeder mitnehmen. "Hainbuchen sind heimische Bäume, die sehr robust sind und sich durch ihre tiefen Wurzeln den veränderten klimatischen Verhältnissen gut anpassen können", informiert Repkewitz. "Nachdem wir die Aktion ausgeschrieben haben, waren die Bäume alle schon vor einer Woche reserviert", so Repkewitz weiter.

An zwei Standorten

Der Lions Club gibt die Hainbuchen kostenfrei ab. Zuvor waren sie in einer regionalen Baumschule abgeholt worden. Dabei stehen die Mitglieder des Lions Clubs nicht nur am Bischofsheimer Rathaus, sondern auch am Bürgerhaus von Ginsheim. In Bischofsheim geben sie am Sonntag 200 Bäume aus, in Ginsheim sind es 300 Pflanzen. Das besondere an den Hainbuchen sei außerdem, so Ulrich Repkewitz, dass sie sowohl als Strauch als auch als großer Baum gepflegt und gehegt werden könnten. Der Schnitt bestimme die Größe der Pflanzen. Zudem seien Hainbuchen Pflanzen, die Bienen und anderen Insekten sowie Vögeln sehr viel zu bieten hätten und deren Arterhaltung förderten.

Die Hainbuchen-Aktion sei eine Fortführung des Ansinnens des Lions Clubs, die Mainspitze etwas grüner zu gestalten und etwas für den Klimaschutz zu tun.

Hecke am Friedhof gepflanzt

Der erste Schritt wurde dazu bereits am 3. Oktober getan, als die Vereinsmitglieder am Ginsheimer Friedhof eine aus 42 Sträuchern bestehende insektenfreundliche Hecke pflanzten. Zudem setzten die Mitglieder winterharte Stauden in die Beete am Parkplatz des Friedhofs ein.

Reguläre Treffen des Lions Clubs und andere Veranstaltungen mit einem großen Publikum seien natürlich aktuell nicht möglich, bedauert Repkewitz. "Wir führen dafür hin und wieder Vorträge durch, aber dann immer digital."

So sei das Verschenken der kleinen Hainbuchen etwas Besonderes in diesen Zeiten gewesen. "Wir freuen uns darüber, dass die Resonanz so gut ist und hoffen, dass die Menschen mit den Hainbuchen viel Spaß in ihren Gärten haben werden."

Daniela Hamann

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