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Wird der Bischofsheimer Bauhof mit dem von Ginsheim-Gustavsburg zusammengelegt? Die Bischofsheimer Bauhof-Mitarbeiter lehnen das vehement ab und verteilte bei der Sitzung der Gemeindevertreter Informationsblätter. Archivfoto: Ralph Keim

Proteste

Diskutierte Zusammenlegung der Bauhöfe stößt auf Kritik

Gerade einmal eine halbe Stunde dauerte die Sitzung der Gemeindevertretung. Denn etliche Themen wurden in die Ausschüsse verwiesen. Begleitet wurde die Sitzung von Protesten der Mitarbeiter des Bauhofs.

Zu Beginn der zweiten Sitzung der Gemeindevertretung in diesem Jahr protestierten knapp 20 Mitarbeiter des Bischofsheimer Bauhofs. Sie verteilten an die Gemeindevertreter Informationsblätter gegen die mögliche Zusammenlegung mit dem Bauhof von Ginsheim-Gustavsburg. Die Fusion werde gerade auf interkommunaler Ebene geprüft. Im Gegensatz zum Bauhof der Doppelstadt sei der Bischofsheimer Bauhof finanziell gut aufgestellt, argumentieren die Bischofsheimer. Sie befürchten daher ausschließlich Nachteile.

Höhere Belastung

Hinzu komme, dass bei einer Zusammenlegung ein gemeinsames Betriebsgebäude neu gebaut werden müsste, was Bischofsheim finanziell nur zusätzlich belasten würde. Die Mitarbeiter des Bischofsheimer Bauhofs lehnen das Vorhaben daher ab. Bürgermeister Ingo Kalweit (CDU) bekräftigte, dass sich keiner um seinen Arbeitsplatz oder um finanzielle sowie soziale Nachteile Gedanken machen müsse. Er selbst sehe eine mögliche Fusion emotionslos: „Entweder sie macht Sinn oder sie macht keinen Sinn.“

Das einzige Thema, über das abgestimmt wurde, war der Antrag der BFW, in Bischofsheim ein Zentrum für Gemeinschaftshilfe zu etablieren. Vorbild hätte das von einer Stiftung betriebene Zentrum in Büttelborn sein sollen, das sich zur Aufgabe gemacht hat, kranke, behinderte und hilfsbedürftige Menschen in deren eigenen Wohnung zu pflegen und zu versorgen.

Voraussetzungen prüfen

Doch wie bereits im Ausschuss wurde der Antrag auch in der Gemeindevertretung – diesmal ohne Aussprache – mit den Stimmen von CDU, SPD und GALB abgewiesen. In den Ausschuss verwiesen wurde der gemeinsame Prüfantrag von CDU und SPD, die Voraussetzungen zu überprüfen, ob und wie in Bischofsheim eine Gemeindeschwester zu beschäftigen sei. Dazu sollen die finanziellen Voraussetzungen und die Möglichkeiten einer Förderung über das Landesprogramm „Gemeindeschwester 2.0“ geprüft werden. Auch soll geprüft werden, welche Angebote es zu diesem Thema bereits in Bischofsheim gibt.

Ebenfalls in den Ausschuss verwiesen wurde die Überarbeitung der Satzung der Gemeinde über Sondernutzungen der öffentlichen Straßen, Wege und Plätze in Bischofsheim.

von RALPH KEIM

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