Rolf Maixner von der SPD soll der neue Vorsitzende der Gemeindevertretung in Bischofsheim werden. Archivfoto:
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Rolf Maixner von der SPD soll der neue Vorsitzende der Gemeindevertretung in Bischofsheim werden. Archivfoto:

Lokalpolitik

Rolf Maixner soll den Vorsitz übernehmen

SPD und GALB arbeiten in der neuen Bischofsheimer Gemeindevertretung eng zusammen

SPD und GALB arbeiten in der neuen Gemeindevertretung, die sich am kommenden Freitag im Bischofsheimer Bürgerhaus konstituiert, eng zusammen. Das bestätigte die neue SPD-Fraktionsvorsitzende Kerstin Geis auf Anfrage dieser Zeitung. "Es wird eine Zusammenarbeit sein, bei der wir uns gegenseitig Luft zum atmen lassen."

Erstes Ergebnis dieser Rot-Grünen Zusammenarbeit soll am Ende der Sitzung erkennbar sein: Mit Rolf Maixner als neuer Vorsitzender der Gemeindevertretung und Wolfgang Schneider als Erster Beigeordneter sollen künftig mit Unterstützung der GALB zwei Sozialdemokraten diese beiden wichtigen Positionen bekleiden. Da SPD (elf Sitze) und GALB (sechs Sitze) in der 31-köpfigen Gemeindevertretung eine komfortable Mehrheit bilden, sollte der Wahl von Maixner und Schneider nichts im Wege stehen.

Der 59 Jahre alte Rolf Maixner, der als Bildungsbeauftrager beim Zentrum für Weiterbildung in Rüsselsheim beschäftigt ist, wurde erstmals 1993 in die Gemeindevertretung gewählt, wo er mehrfach den Vorsitz von Ausschüssen innehatte. Mit seiner Wahl am Freitag löst er Sabine Bächle-Scholz (CDU) ab.

Mit Wolfgang Schneider würde ein echtes "Polit-Urgestein" zum Ersten Beigeordneten gewählt. 1977 kam er erstmals in die Gemeindevertretung und wurde am 14. März zum elften Mal wiedergewählt. "Ich war ja schon einmal zwölf Jahre Erster Beigeordneter. Ich weiß also, wie es geht", freut sich der 66-Jährige, der über sein Amt die Kulturarbeit in Bischofsheim stärken will. Schneider löst Reinhold Rothenburger (BFW) ab.

BFW will sich nicht verschließen

Die CDU (neun Mandate) akzeptiere Rolf Maixner und werde keinen eigenen Kandidaten zum Vorsitz der Gemeindevertretung benennen, teilte Vorsitzende Bächle-Scholz mit. Auf die gesamte Legislaturperiode blickend, wolle die CDU auf eine "sachfragenbezogene Zusammenarbeit" mit allen Fraktionen setzen.

Die GALB hingegen möchte so viele "grüne Inhalte" wie möglich umsetzen und dabei ein breites Einvernehmen mit allen Fraktionen erreichen, wie Fraktionsvorsitzender Wolfgang Bleith bekräftigt. "Für uns ist da momentan besonders die Verabschiedung der bereits in der Beratung befindlichen Baumschutzsatzung wichtig. Eines unserer nächsten Ziele wird eine frühzeitige Gestaltung des Haushalts 2022 sein, in dem wir ebenfalls Akzente setzen wollen."

BFW-Vorsitzender Ulrich Zimmermann hat inzwischen angekündigt, dass sich seine jetzt fünfköpfige Fraktion unter dem Vorsitz von Ute Rothenburger der Wahl der beiden Sozialdemokraten nicht verschließen werde. "Aufgrund der Mehrheitsverhältnisse sind wir für Bündnisse nicht nachgefragt", zeigt sich Zimmermann realistisch. "Daher werden wir unseren Fokus darauf legen, für unsere Vorschläge und Anträge Mehrheiten zu gewinnen sowie unsere Stimmen für andere Ideen dann geben, wenn diese zweckmäßig, wirtschaftlich und im Sinne von Bischofsheim sind." Ralph KEim

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