Für viele Menschen gehört der Gottesdienstbesuch zu Weihnachten dazu. Die Christmette in Bischofsheim ist allerdings bereits ausgebucht. SymbolFOTO: dpa
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Für viele Menschen gehört der Gottesdienstbesuch zu Weihnachten dazu. Die Christmette in Bischofsheim ist allerdings bereits ausgebucht. SymbolFOTO: dpa

So sprach die Kirche

Weihnachten: Ohne Anmeldung geht nichts für den Gottesdienst

Gläubige müssen damit rechnen, die Christmette nicht besuchen zu dürfen

Ob Christmette, Hochamt oder Wortgottesdienst - für gläubige Christen sind die Weihnachtstage ohne einen Gottesdienstbesuch eigentlich undenkbar. Doch die immer noch anhaltende Corona-Krise macht es zum zweiten Weihnachtsfest mit dem Virus nicht möglich, einen Gottesdienst spontan zu besuchen.

Die drei katholischen Pfarrgemeinden der Mainspitze, also Christkönig in Bischofsheim, St. Marien in Ginsheim und Herz-Jesu in Gustavsburg, verweisen ausdrücklich auf eine vorherige Anmeldung bis zum 22. Dezember, da in allen drei Kirchen die Platzkapazitäten wegen der noch immer noch geltenden Abstandsregelung begrenzt sind. Zudem gilt 3G: Wer einen Gottesdienst besuchen will, muss also geimpft, genesen oder zumindest getestet sein. Neben dem Gesangbuch sind die entsprechenden Nachweise mitzubringen.

In Bischofsheim melden sich die Katholiken unter (0 61 44) 85 34 (montags bis freitags, 16 bis 20 Uhr), in Ginsheim unter (0 61 44) 33 55 99 (montags und mittwochs von 10 bis 13 Uhr sowie donnerstags von 15 bis 18 Uhr) und in Gustavsburg unter (0 61 34) 5 23 10 (montags bis freitags von 16 bis 19 Uhr) an.

"Die Christmette in Bischofsheim ist allerdings bereits ausgebucht, und wir haben eine längere Warteliste", musste allerdings Jutta Schell, die für Christkönig telefonisch die Anmeldungen entgegennimmt, bereits zehn Tage vor Heiligabend vermelden. Sie kann nur auf die beiden Pfarrgemeinden in Ginsheim-Gustavsburg verweisen. "Dort gibt es noch einige wenige Plätze."

Live-Übertragung aus Christkönig

Jutta Schell bedauert ausdrücklich die Unannehmlichkeiten, die besonders Senioren hinnehmen müssen. "Viele sind mit ihrer Kirche verwurzelt und gehen nur ungern oder gar nicht in die Kirche einer anderen Gemeinde", weiß sie aus eigener Erfahrung. Immerhin: Einen Gottesdienst am Zweiten Weihnachtsfeiertag kann auch der erleben, der nicht geimpft und nicht getestet ist. Die in Christkönig stattfindende Messe wird über HR4 live übertragen.

Auch das Krippenspiel an Heiligabend mit Maria und Josef im Mittelpunkt sieht in Zeiten von Corona ein wenig anderes aus: Die Eltern vom Jesuskind machen sich in Bischofsheim in Begleitung von maximal 35 Zuschauern ab 14.30 Uhr auf den Weg durch den Ort und machen an vier Stationen Halt. Auch dazu ist unter (0 61 44) 85 34 eine Anmeldung notwendig.

In Ginsheim gibt es ein Krippenspiel mit Krippenfeier mit jeweils 80 Zuschauern. Beginn ist um 14.30 Uhr und um 16 Uhr. Anmeldungen dazu bis zum 19. Dezember unter krippenspiel-ginsheim@st-marien-ginsheim.de mit Namen, Adresse und Telefonnummer. In Gustavsburg beginnt die Krippenfeier der Kinder um 15.30 Uhr. Hier sind die Regularien noch offen, möglicherweise wird die Feier per Video aufgezeichnet. Die Evangelische Gemeinde Bischofsheim präsentiert ihr Krippenspiel unter www.evkirchebischofsheim.de online.

Die Evangelischen Kirchengemeinden bieten über ihre Internetseiten ein Online-Anmeldeformular. Aber auch hier kann es vorkommen, dass man keinen Platz mehr bekommt und darauf hoffen muss, dass ein anderer absagt. Die traditionelle Christmette in Ginsheim wird von der Ginsheimer Kantorei mitgestaltet, der Gottesdienst am zweiten Weihnachtsfeiertag vom Evangelischen Posaunenchor.

Konzert der Kantorei

"Nur mit Nachweis für geimpft, genesen oder PCR-getestet! Am Eingang wird kontrolliert. Maske ist während des Gottesdienstes zu tragen." Mit großer Schrift und in roten Lettern macht die Evangelische Kirchengemeinde Gustavsburg darauf aufmerksam, dass auch am zweiten Weihnachtsfest unter Corona besondere Regeln gelten.

Die Ginsheimer Kantorei lädt am vierten Advent, 19. Dezember, zu einem vorweihnachtlichen Konzert ein. Ab 17 Uhr erklingen unter der Leitung von Armin Rauch Musikstücke, die einen Bogen vom 16. Jahrhundert bis hin zur Gegenwart spannen - unter anderem von Michael Praetorius, Georg Friedrich Händel, Charles Gounod und Camille Saint-Saens. Die Orgel spielt Vladlena Porozki. Den Zuhörern ist es gestattet, bei den bekannten Advents- und Weihnachtschorälen mitzusingen. Eine Anmeldung ist auch hierzu notwendig: ev- kirchengemeinde-ginsheim.ekhn.de . Ralph Keim

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