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So sollte das eigentlich aussehen: Einkaufen mit Corona-Mundschutz. In Rüsselsheim klappte das in einem Markt partout nicht. (Symbolbild)

Ständige Verstöße

Nach Verstößen gegen Corona-Auflagen: Interfood-Supermarkt in Rüsselsheim wieder offen

Wegen ständiger Verstöße gegen die Corona-Regeln greift die Polizei in Rüsselsheim durch. Jetzt erfolgte die Wiederöffnung - unter Auflagen.

  • Rüsselsheim: Stadtpolizei hatte den Interfood-Supermarkt geschlossen
  • Gehäufte Verstöße gegen Corona-Auflagen
  • Marktleiter äußert sich zu den Vorwürfen

Update von Donnerstag, 07.05.2020, 12.38 Uhr: Gute Nachrichten für den Interfood-Supermarkt in Rüsselsheim. Der Markt darf wieder öffnen. „Es läuft noch etwas schleppend“, sagte ein Mitarbeiter auf Anfrage. Dennoch sei wieder Betrieb im Interfood-Supermarkt. Wegen der Nichteinhaltung von Corona-Auflagen war der Markt für drei Tage geschlossen worden.

Von der Stadt Rüsselsheim heißt es zur Wiedereröffnung: „Der Betreiber hat dazu einen Hygieneplan vorgelegt, der die üblichen Maßnahmen vorsieht.“ Darunter fällt beispielsweise eine Reduzierung der Einkaufswagen und Hinweise zu Corona-Abstandsregeln. Die Öffnung des Interfood-Supermarktes in Rüsselsheim sei mit Gewerbe- und Gesundheitsamt abgestimmt. Man wolle aber wachsam bleiben: „Die Einhaltung der Corona-Auflagen wird seitens der Stadt weiter kontrolliert.“

Interfood-Supermarkt in Rüsselsheim: Das sagt der Betreiber zu den Corona-Auflagen

Update von Mittwoch, 06.05.2020, 10.14 Uhr: Weil Corona-Auflagen in einem Lebensmittelmarkt in Rüsselsheim nicht eingehalten wurden, hat die Polizei vor kurzem einen Laden in der Hans-Sachs-Straße geschlossen. 

Nun reagierte der Inhaber des Geschäfts auf die Schließung. Gegenüber „bild.de“ erklärte er, dass Kunden an einem Samstag nur in das Geschäft gelassen wurden, weil es draußen geregnet hatte. Markierungen für den Mindestabstand seien angebracht worden, auch Masken hätten die Kunden getragen. Teilweise jedoch nicht über die Nase gezogen. 

Rüsselsheim: Gegen Corona-Auflagen verstoßen - Inhaber reagiert auf Schließung seines Geschäfts

Damit er seinen Markt möglichst bald wieder öffnen kann, habe der Inhaber nun Hinweis-Zettel zu den Sicherheits- und Hygiene-Maßnahmen aufgehängt. Auch ein Desinfektionsmittel-Spender sei am Eingang angebracht worden. Ob diese Maßnahmen ausreichen, um den Lebensmittelmarkt in Rüsselsheim wieder öffnen zu dürfen, entscheide am Montag (11.05.2020) das Gesundheitsamt. 

Für den Inhaber hatte die Schließung bereits enorme negative Folgen. 60.000 Euro Verlust habe er an nur zwei Tagen gemacht. „Allein gestern habe ich vier Tonnen Gemüse und Obst weggeschmissen, vier Tonnen Fleisch werden wohl noch folgen“, sagte er gegenüber „bild.de“. Er habe bereits einen Anwalt eingeschaltet.

Corona in Rüsselsheim: Stadtpolizei macht Lebensmittelmarkt am Lachebad dicht

Erstmeldung vom Montag, 04.05.2020: Rüsselsheim - Die Rüsselsheimer Stadtpolizei hat am Samstag einen Lebensmittelmarkt an der Hans-Sachs-Straße in der Nähe des Lachebades geschlossen. Das geht aus einer Pressemeldung hervor. Mehrfach wurde dort in den vergangenen Wochen gegen die Auflagen zur Bekämpfung des Coronavirus verstoßen.

"Es wurden deutlich mehr Personen in das Geschäft gelassen als erlaubt, der Mindestabstand wurde nicht eingehalten, und auch die Vorschrift zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung wurde weder kontrolliert noch eingehalten, teilweise nicht einmal von den Beschäftigten des Marktes. Aus diesem Grund ist die Stadtpolizei eingeschritten", sagt Rüsselsheims Oberbürgermeister Udo Bausch (parteilos).

Corona-Mundschutz: Keinerlei Hinweise auf Hygieneregeln

Zudem gab es keinerlei Hinweise auf die Hygieneregel n. Der Marktleiter war zuvor mehrfach auf die geltenden Bestimmungen hingewiesen worden, und auch die zwangsweise Schließung wurde im Vorfeld angedroht. Als bei der erneuten Kontrolle die gleichen Verstöße festgestellt wurden, wurde dem Marktleiter der weitere Betrieb in Rüsselsheim untersagt. Der Laden wurde geschlossen, die Eingänge durch die Stadtpolizei Rüsselsheim versiegelt.

Insgesamt verlief das lange Wochenende ruhig. In Einzelfällen musste auf das Kontaktverbot und die Pflicht zum Tragen einer Mund-Nasen-Bedeckung hingewiesen werden, beispielsweise in Bankfilialen. Die Kontrollen durch die Stadtpolizei Rüsselsheim in weiteren Gastronomiebetrieben, die bereits auffällig waren, waren alle negativ. Insgesamt hat die Stadtpolizei bislang 186 Bußgeldverfahren eingeleitet. Außerdem hat die Landespolizei verschiedene Menschenansammlungen aufgelöst und Platzverweise ausgesprochen. Es wurden Bußgeldverfahren eingeleitet.

red/svw/lor

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