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Handschlag auf die gute Zusammenarbeit: Baudezernent Nils Kraft (links) und Polier Ulrich Kuhn vor dem Rohbau des Neubaus der Alexander-von-Humboldt-Schule.

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Früher als gedacht wird Richtfest an der Alexander-von-Humboldt-Schule gefeiert

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Dem Zeitplan voraus und die Kosten noch im Budget: Das Richtfest an der Alexander-von-Humboldt-Schule ist mehr als nur eine gelungene Zwischenetappe. Der Neubau ist für die Schule ein Segen.

Rüsselsheim - Polier Ulrich Kuhn steht zufrieden in traditioneller Kluft auf dem Gerüst, hoch oben, die Sonne scheint auf seinen weißen Bauhelm. Über ihm baumelt ein imposanter Richtkranz am Baukran. Mit Wucht wirft er das Glas, aus dem er gerade - wie beim Richtspruch üblich - mehrmals auf das Gebäude und alle am Bau beteiligten getrunken hat, auf den Boden.

Unten haben sich viele Menschen versammelt. Ingenieure, Bauarbeiter, Schulangehörige, Projektbeteiligte. Sie alle applaudieren, dann wird am Mittwochmorgen bei Steaks vom Grill und Sekt gefeiert.

Wenig Beeinträchtigung

Damit ist er offiziell geweiht: der Rohbau der Alexander-von-Humboldt-Schule. Fast zwei Monate früher als geplant - etwas, dass die Beteiligten ganz besonders freut. Allen voran zeigt sich Schulleiterin Renate Pilgenröther glücklich über den schnellen Fortschritt: "Ich freue mich total. Das lief besser und schneller als erwartet." Der Baulärm sei aushaltbar gewesen, lediglich die Haupt- und Realschulprüfungen mussten in einen anderen Trakt umziehen.

Insgesamt sei es eine aufregende Zeit gewesen. "Wir haben uns die Nasen plattgedrückt. Am spannendsten war es, als der Estrich gegossen wurde", sagt Pilgenröther schmunzelnd. Dokumentiert worden ist der Bau mit einem wöchentlichen Foto aus der gleichen Perspektive, zu sehen auf der Website der Schule.

Aber auch privat habe die Schulleiterin jeden Montagmorgen ein Foto für sich gemacht, erzählt sie. Für Pilgenröther ist der Neubau ein Segen. "Wir freuen uns auf mehr Luft. Das ist einfach ein Signal, dass in Bildung investiert wird."

"Alles wunderbar"

Auch bei Baudezernent Nils Kraft (SPD) klingt deutliche Zufriedenheit in der Ansprache mit: Bauvorhaben seien ja immer angenehm, es gebe viel zu feiern - bei Grundsteinlegung und Inbetriebnahme, vor allem aber beim Richtfest als Dankesfest für alle Beteiligten. "Wir wollen danke sagen, dass alles wunderbar abgelaufen ist", so Kraft.

"Es ist immer gut, wenn ich nichts von der Baustelle höre", freut er sich. Weder von den Nachbarn habe es Lärmbeschwerden gegeben, noch seien etwaige Probleme von der Bauleitung gemeldet worden.

Auch Architekt Kilian Kresing findet es immer wieder spannend, seine Entwürfe im Rohbau zu sehen. "Ich mag das total gerne. Man sieht jetzt schon, dass das alte Schätzchen durch den Neubau wachgeküsst wird", sagt er liebevoll im Hinblick auf die Architektur des alten Gebäudes. Die Formsprache werde ähnlich bleiben, beide Bauten zusammen als ein Ganzes wirken.

"Die Baustelle war wirklich gut. Bauen ist kein einfaches Feld, aber hier hat alles super funktioniert", lobt er. Die Sanierung des Altbaus könne noch einmal spannend werden. Für die Stadt sei das Projekt ein wichtiges, findet er. "Schule ist heute nicht mehr nur ein Ort des Lernens, sondern auch des Lebens."

Jetzt kann endlich der Ausbau mit den Gewerken beginnen, freut sich auch Projektleiterin Elem Pomak. Als nächstes werden im Herbst die Fenster eingesetzt - allein schon, um das Gebäude vor Wasser zu schützen. "Zum Standpunkt heute werden alle Kosten eingehalten", sagt Pomak stolz. Die angesetzten 34, 6 Millionen Euro scheinen somit realistisch zu sein. Fertiggestellt werden soll der Neubau im Sommer 2020. Anschließend wird das Altgebäude saniert. Die Arbeiten sollen im Winter 2021/2022 abgeschlossen sein.

von Stella Lorenz

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