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Ungestört spielen: Zu welchen Zeiten das Kinder in Ginsheim-Gustavsburg bald tun können, ist noch immer nicht entschieden. Auch in der zweiten Sondersitzung zur Kita-Satzung gibt es keine Beschlüsse.

Kita-Satzung

13-Uhr-Modul bleibt in der Diskussion

Auf die zu erwartende große Resonanz bei Eltern und Erzieherinnen stieß die zweite Sondersitzung der Ausschüsse zur Überarbeitung der Kita-Satzung. Die ebenfalls zu erwartende und sich oft im Kreis drehende Diskussion blieb auch nicht aus – dafür aber der vielleicht wichtigste Beschluss.

Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha (parteilos) nahm zu Beginn der zweiten Sondersitzung alle Beteiligten (Fraktionen, Kita-Leiterinnen und Elternbeiräte) in die Pflicht: „Die Meinungen zur neuen Kita-Satzung sind eigentlich ausreichend ausgetauscht, aber der Zielsetzung sind wir nicht viel näher gekommen“, drückte der Rathauschef seine Hoffnung auf Einigungen in den Streitpunkten aus.

Dennoch blieben in den kommenden zwei Stunden – wie schon bei der ersten Sondersitzung eine Woche zuvor – die sich schnell im Kreis drehenden Diskussionen nicht aus. Ein ausdrückliches Lob richtete der Bürgermeister an die Kita-Leiterinnen, die in einem offenen Brief nicht mit Kritik gespart hatten. Sie bemängelten darin den Umgang mit dem Thema und die geringe Wertschätzung ihrer Arbeit und der der Erzieherinnen – wir haben berichtet.

Bei den Kita-Leiterinnen herrscht allgemeine Skepsis zum 13-Uhr-Modul, die sie auch in der zweiten Sondersitzung bekräftigten. Es sei personell nicht zu schaffen, die Platzkapazitäten der Kitas seien meist nicht ausreichend. Und pädagogisch sei es nicht sinnvoll, kleine Kinder mittags aus der Gruppengemeinschaft zu reißen. Da die Grünen Beratungsbedarf anmeldeten, gab es zum Verdruss des Bürgermeisters keine richtungsweisende Abstimmung.

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