Das ehemalige Hausmeistergebäude an der Albert-Schweitzer-Schule in Ginsheim-Gustavsburg ist abgerissen. Dort sollen Container für die Schulkindbetreuung aufgestellt werden, bis der Umbau für den Ganztagsbetrieb abgeschlossen ist. FOTO: Johanna Thaben
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Das ehemalige Hausmeistergebäude an der Albert-Schweitzer-Schule in Ginsheim-Gustavsburg ist abgerissen. Dort sollen Container für die Schulkindbetreuung aufgestellt werden, bis der Umbau für den Ganztagsbetrieb abgeschlossen ist.

Schule

Ausbau zum Ganztagsbetrieb kommt nur langsam voran

  • VonWalter Scheele
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Albert-Schweitzer-Schule erhält Containeranlage für den Übergang

Diese Information wird die betroffenen Familien mit ihren schulpflichtigen Kindern in Ginsheim-Gustavsburg wenig freuen. Denn wann und wie es mit dem Ausbau der Albert-Schweitzer-Schule weitergeht, ist mindestens bis Dezember dieses Jahres völlig offen. Entscheidungen in dieser Sache wird es vor der für diesen Termin angesetzten Sitzung des Kreistages zu keinem auf der Agenda stehenden Punkte geben.

Denn der Ausbau der Albert-Schweitzer Schule Ginsheim-Gustavsburg zur Ganztagsschule sei Teil der Schulbauinitiative des Kreises, stellt Kreispressesprecher Volker Trunk zu diesem Thema auf Rückfrage dieser Zeitung klar. Der Kreis Groß-Gerau befindet sich aktuell in Sachen Schulbauinitiative bei der Priorisierung der verschiedenen Schulbauprojekte. Und in dieser Sache ist im Moment wenig Bewegung. Wohl nicht nur Corona- sondern auch Ferien-bedingt. Das bedeutet, es soll festgelegt werden, wann bestimmte Projekte realisiert werden können. Diese Liste wird zusammen mit dem aktuellen Stand der Planungen im Dezember im Kreistag der Politik vorgelegt.

Für die Albert-Schweitzer-Schule geht es dabei um den Ausbau zur Ganztagsschule mit Mensa, Küche und den notwendigen Ganztagsbereichen. Der Inhalt der Vorlage wird sein, in welcher Reihenfolge die Abarbeitung der Aufgaben geplant ist. "Was die Schulbauinitiative im Detail sagt, können wir erst sagen, wenn wir die Priorisierung abgeschlossen haben und die Vorlage in die politischen Gremien geht. Vorher können wir dazu verständlicherweise auch nichts an die Öffentlichkeit geben", stellt Trunk klar.

Die Stadt Ginsheim-Gustavsburg möchte ihren Hort auflösen, um mehr Ressourcen für die Kindertagesstätten zu haben. Die Schüler, die Betreuung benötigen, werden nach dieser Planung künftig am Standort der Schule betreut. Da in der Schule kein Platz dafür ist, soll bis zur endgültigen Erweiterung der Schule eine Containeranlage aufgestellt werden. Dazu geht das Grundstück des Hausmeisterhauses in das Eigentum des Kreises über. Das Gebäude wurde von der Kommune inzwischen abgerissen.

Gemeinsam mit der Stadt, der Schulkindbetreuung, der Schule und dem Kreis wurde die Zusammenarbeit in der Betreuung entwickelt und daraus ein Raumbedarf für die Containeranlage vorgeschlagen. Dies sei nun abgeschlossen, so Trunk. Jetzt werde der Entwurf für die Containeranlage erarbeitet, dann die Anlage ausgeschrieben, beauftragt und erstellt.

Weil der Kreis verpflichtet sei, alle Beschaffungen transparent und für alle zugänglich über Ausschreibungen zu tätigen, erfordere dieser Prozess mindestens noch ein halbes Jahr. So kämen die langen Zeiten zustande, bis konkrete Entscheidungen vorlägen, sagte Volker Trunk weiter.

Container kommen noch dieses Jahr

Fest stehe jedoch erst einmal, dass die Containeranlage noch in diesem Jahr begonnen wird. Dann könnte sie zum Schuljahresbeginn 2022/23 in Benutzung gehen, kündigte Trunk an. Bis Ende der aktuellen Sommerferien werde sich in dieser Sache erst einmal nichts tun.

Über die Pläne zum Neubau der Turnhalle an der Albert-Schweitzer-Schule äußerte sich der Kreispressesprecher nicht. Die Stadt fordert einen Neubau oder eine "grundhafte Sanierung", wobei noch offen ist, was teurer werden wird. Dabei sollte die "neue" Halle auch für den Vereinssport genutzt werden können.

Die Parteien in der Stadtverordnetenversammlung von Ginsheim-Gustavsburg haben zudem auch die Anlage einer Außensportanlage ins Spiel gebracht. Sie können sich vorstellen, für den Vereinssport an der Albert-Schweitzer-Schule ein attraktives Betätigungsfeld in der Halle und auch draußen zu schaffen. Platz genug gebe es an der Karl-Liebknecht-Straße, meinen Elternvertreter. Ein Konzept für dies Vorhaben gibt es noch nicht.

Walter Scheele

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