Ausschuss diskutiert

Kontroverse zum geplanten Lückenschluss

Die von der Baugenossenschaft Mainspitze geplante Nachverdichtung ins Ginsheim prägte die Sitzung des zuständigen Bauausschusses. Der Ausgang der Entscheidung ist völlig offen. Zu einem weiteren Thema gab es einen Kompromiss.

Der Plan der Baugenossenschaft Mainspitze, in Ginsheim im Gebiet der Straße Unter der Ruth 10 bis 20 mit drei Mehrfamilienhäusern nachzuverdichten, wurde im Bauausschuss kontrovers diskutiert. Wie bereits berichtet, sollen auf diese Weise 22 neue Wohnungen entstehen. Ob der dazu notwendige vorhabenbezogene Bebauungsplan in der Stadtverordnetenversammlung durchkommen wird, ist derzeit völlig offen.

Eine klare Zustimmung kommt bislang nur von der SPD, die die Notwendigkeit neuer Wohnungen nicht infrage stellt. Überwiegend skeptisch zeigt sich die CDU, die bereits bei einem ihrer Dämmerschoppen die weitgehende Ablehnung der Anwohner aufgegriffen hat. Die Anwohner fürchten beispielsweise um ihre Parkplätze und das aufgelockerte Stadtbild. Aber auch in den Fraktionen der Freien Wähler und der Grünen herrscht keine einstimmige Befürwortung.

Bürgermeister Thies Puttnins-von Trotha (parteilos) verwies darauf, dass der regionale Wohnungsdruck, der auch auf Ginsheim-Gustavsburg laste, mit den drei Neubauten kaum gelindert werde. „Zumal man sich auch irgendwann fragen muss, ob ein solches Vorhaben nicht zulasten der Wohn- und Lebensqualität geht“, so der Rathauschef.

Für ihr weiteres Vorhaben, nämlich die in den 1970er Jahren gebauten Häuser und Wohnungen im Bereich Unter der Ruth 10 bis 20 umfangreich zu sanieren, braucht die Baugenossenschaft dagegen keine Zustimmung der Stadtverordnetenversammlung. Insgesamt will die Baugenossenschaft rund

15 Millionen Euro

investieren.

Die seit Wochen diskutierte Neufassung der Kita-Satzung war erneut Thema im Sozialausschuss. Bestandsschutz für die Kinder, die das 13-Uhr-Modul in Anspruch nehmen – so lautet der Kompromiss, der sich mit Blick auf die finale Abstimmung am kommenden Donnerstag in der Stadtverordnetenversammlung abzeichnet. Auf Antrag der CDU sollen alle Kinder, die am 31. Mai dieses Jahres das 13-Uhr-Modul in Anspruch genommen haben, dieses nutzen können, solange sie die Kita besuchen. Der Antrag der Freien Wähler, das 13-Uhr-Modul grundsätzlich bei Bedarf anzubieten, ist vom Tisch.

„Damit läuft das Modul spätestens in drei Jahren aus“, zeigte sich Bürgermeister Puttnins-von Trotha zufrieden. Mit diesem Kompromiss kommt die Politik dem Wunsch des Elternbeirats der Kita I nach, die das 13-Uhr-Modul anbietet. Zum Antrag der Sozialdemokraten, für die Ginsheim-Gustavsburger Kitas einen Stadtelternbeirat einzurichten, zeichnet sich Zustimmung ab. Wegen Beratungsbedarf wurde auf eine Abstimmung allerdings verzichtet.

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