egg_RE-SPD-GiGu-nominiert3_
+
Sie bekleiden die ersten fünf Listenplätze der SPD: Matthias Welniak, Melanie Wegling, Susanne Redlin, Martina Rautenschlein-Siehr und Michael Schulz (von links). Foto: Privat

Politik

Melanie Wegling auf Listenplatz eins

Die SPD hat ihre Kandidaten und das Programm für die Kommunalwahl 2021 aufgestellt. Das sieht unter anderem vor, dass Ginsheim-Gustavsburg eine klimafreundliche Stadt wird.

Ginsheim-Gustavsburg -Die SPD Ginsheim-Gustavsburg geht mit ihrer Fraktionsvorsitzenden Melanie Wegling als Spitzenkandidatin in die am 14. März anstehende Kommunalwahl. Die 30-Jährige, die auch bei der Bundestagswahl im Herbst 2021 kandidiert, steht auf Platz eins der 26 Kandidaten umfassenden Liste, die während einer Mitgliederversammlung en bloc verabschiedet wurde.

Auf Listenplatz 2 folgt der Vorsitzende der SPD, Michael Schulz, gefolgt vom aktuellen SPD-Magistratsmitglied Susanne Redlin. Platz 4 nimmt Matthias Welniak ein, Platz 5 Martina Rautenschlein-Siehr.

Die weiteren Listenplätze sehen wie folgt aus: Carsten Nickel, Andrea-Claudia Klein-Hagelauer, Thorsten Siehr, Petra Stein-Schilling, Marcel Passet, Hannelore Reinheimer-Kampe, Dirk Herrmann, Ingeborg Sturm, Lukas Bunke, Ercan Tan, Torsten Reinheimer, Thorsten Redlin, Erich Klein, Norbert Lindemann, Andreas Gand, Mahmut Kay, Simon Cumbi, Xun Gui, Klaus Emde, Richard von Neumann und Enno Siehr.

Das Kommunalwahlprogramm steht unter der Überschrift "Ginsheim-Gustavsburg - Es ist Deine Stadt". Darin bekennt sich die SPD noch einmal zum geplanten Neubau eines Feuerwehrhauses in Gustavsburg, der geplanten Sport- und Kulturhalle am TIGZ und dem Bau eines Stadtteilzentrums am Fritz-Bauer-Platz. Alles in allem will die SPD für Gustavsburg eine "coole" Ortsmitte gestalten. Die Sanierung der Sportanlage Gustavsburg und altersübergreifende Bewegungsparcours in Ginsheim-Gustavsburg stehen ebenfalls im Programm.

Mobilitätswende voranbringen

Auch will sich die SPD dafür einsetzen, dass Ginsheim-Gustavsburg eine klimafreundliche Stadt wird, zu erreichen unter anderem durch die weitere Modernisierung und energetische Sanierung kommunaler Wohnungen. Ein nachhaltiges Verkehrskonzept für beide Stadtteile soll die Mobilitätswende voranbringen.

Zudem spricht sich die SPD für einen Verzicht auf neue Flächenversiegelungen und für den Erhalt von Luftschneisen aus. Wildblumenwiesen, Blühstreifen sowie Urban Gardening sollen genauso gefördert werden wie Baumpatenschaften und der Ausbau von Photovoltaik auf kommunalen Gebäuden. Weitere "Steingärten des Grauens" soll es nach Möglichkeit nicht geben. Eine optimierte Beleuchtung von Wegen würde einerseits die Lichtverschmutzung reduzieren, andererseits Wege nachts sicherer machen. Die Fuß- und Radwege über den Damm zwischen Ginsheim-Nord und Dammstraße sowie zwischen der Eisenbahnbrücke durch den Burgpark nach Gustavsburg sollen hier nach Willen der SPD als Pilotprojekt dienen.

Einsetzen will sich die SPD für mehr bezahlbaren Wohnraum mit Hilfe der Kommunalen Wohnungsgesellschaften, außerdem für einen breiten Wohnungsmix mit unterschiedlichen Wohnungsgrößen für Jung und Alt - und zwar auf dem Gelände des jetzigen Bürgerhauses in Gustavsburg, das nach dem Bau des neuen Bürgerzentrums abgerissen wird.

Engagement fördern

In Ginsheim soll ein Modellprojekt für Wohnen mit Serviceangeboten bei gesundheitlichen und altersbedingten Einschränkungen realisiert, in Gustavsburg geplant werden. Angebote einer ambulanten Betreuung für an Demenz Erkrankte, einer palliativmedizinischen Tagesbetreuung, Wohnprojekte für junge Menschen mit Handicap sowie Arbeitsplätze für förderbedürftige Menschen sind der SPD ebenfalls wichtig.

Beim Straßenverkehr drängt die SPD auf Tempo 30, mindestens durchgängig auf der Darmstädter Landstraße in Gustavsburg und der Ginsheimer Rheinstraße. Beim Schwerlastverkehr müsse konsequent die Beschränkung kontrolliert und eingehalten werden, lautet eine weitere Forderung der SPD.

Eine digitale Beteiligungsplattform soll als Impulsgeber für bürgerschaftliches Engagement dienen. Grundsätzlich soll die öffentliche Beteiligung bei großen kommunalen Projekten verstärkt, Bürgerversammlungen wieder regelmäßig abgehalten werden.

Ralph KEim

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare