Matthias Zimmerer tritt bei der Bürgermeisterwahl in Ginsheim-Gustavsburg am 5. Dezember als Kandidat der CDU an. FOTO: Ralph Keim
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Matthias Zimmerer tritt bei der Bürgermeisterwahl in Ginsheim-Gustavsburg am 5. Dezember als Kandidat der CDU an.

Mit viel Rückenwind für die Wahl

Stadtverband nominiert Matthias Zimmerer mit einem klarem Votum zum CDU-Bürgermeisterkandidaten

Am 5. Dezember sind die Bürger der Doppelstadt aufgefordert, den neuen Bürgermeister zu wählen. Seit Freitagabend steht der erste offizielle Kandidat fest: Matthias Zimmerer geht für die CDU ins Rennen. Bei der Mitgliederversammlung des Stadtverbands stimmten von 27 Mitgliedern 26 für Zimmerer. Eine Person verzichtete auf die Stimmabgabe.

Die Christdemokraten hatten einen neuen Kandidaten finden müssen, da CDU-Amtsinhaber Thies Puttnins-von Trotha nach seiner ersten Amtszeit nicht mehr zur Verfügung steht. Er tritt - ebenfalls am 5. Dezember - bei der Landratswahl an.

Im Tennisclub engagiert

Matthias Zimmerer (49) lebt seit seiner Geburt in Ginsheim-Gustavsburg. Er ist verheiratet und Vater von zwei Kindern. Beruflich ist er als Bankbetriebswirt bei einer Bank in Wiesbaden tätig, seit 2003 als Filialleiter. Seit 1987 ist der CDU-Kandidat Mitglied im Tennisclub Gustavsburg, seit 2013 Vorstandsmitglied und seit 2015 Vorsitzender.

In seiner kurzen Rede unterstrich Zimmerer, dass er es gewohnt sei, Entscheidungen zu treffen. Zuletzt habe er sich zur Kandidatur für das Bürgermeisteramt entschieden. Zimmerer richtete ein ausdrückliches Lob an den amtierenden Bürgermeister, der mit ihm zur Verfügung stehenden bescheidenen Mitteln die Stadt nach vorne gebracht und gestaltet habe. Diesen Kurs wolle er als Bürgermeister fortsetzen.

"Laufende Projekte müssen vorangebracht werden. Neue Projekte müssen auf den Weg gebracht werden", bekräftigte der Kandidat. "Doch dazu müssen die Finanzen stimmen." Er trete für ein offenes Ginsheim-Gustavsburg ein, mit Vielfalt in der Kultur und im Vereinsleben. "Die Eigenheiten unserer Stadtteile gilt es zu erhalten und das Verbindende weiterzuentwickeln." Mit dem eindeutigen Votum im Rücken wolle er direkt in den Wahlkampf starten.

CDU-Vorsitzender Franz-Josef Eichhorn drückte sein ausdrückliches Bedauern aus, dass die Stadt Mitte Juni 2022 den amtierenden Bürgermeister definitiv verlieren wird. Selbstverständlich geht nicht nur der CDU-Vorsitzende davon aus, dass Thies Puttnins-von Trotha der nächste Landrat des Kreises Groß-Gerau sein wird. Matthias Zimmerer sei genau der richtige Nachfolger, so Eichhorn. Der Kandidat sei ein Macher, ein verlässlicher Partner.

Unterstützung der Fraktion zugesagt

Fraktionsvorsitzender Alexander Rheinberger sicherte dem Kandidaten die volle Unterstützung der Fraktion zu. Zimmerer sei ein Mensch, dem die Menschen vertrauen können. Der amtierende Bundestagsabgeordnete Stefan Sauer sprach als CDU-Kreisvorsitzender und bezeichnete die jetzt bestehende Konstellation bei beiden CDU-Kandidaten als optimale Lösung. Matthias Zimmerer habe das Format, den amtierenden Bürgermeister zu beerben. Er sei kein Selbstdarsteller, sondern ein ruhig und sachlich agierender Kandidat.

Die hiesige CDU-Landtagsabgeordnete Sabine Bächle-Scholz bezeichnete Matthias Zimmerer ebenfalls als optimale Lösung bei der Kandidatenfrage. Er sei ein Zuhörer, der seine Gesprächspartner ernst nehme und mit Respekt begegne. Der amtierende Bürgermeister erinnerte daran, dass Matthias Zimmerer vor sechs Jahren bei seinem Wahlkampf mitgewirkt habe. Er habe volles Vertrauen in seinen Parteikollegen. Ralph Keim

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